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Ausschnitt Cover: Lady Cannibal

[REZENSION]: Tim Miller: Lady Cannibal

Posted on 09/06/202018/01/2025 By Alexander D.
Rezension

INHALT: Im College erkennt Bailey, dass sie an psychischen Störungen leidet. Sie ist offenbar eine Soziopathin. Aber anstatt darüber schockiert zu sein, gibt ihr diese Erkenntnis das Gefühl von Macht. Wer sollte ihr schon auf die Schliche kommen? Wer sollte sie als Mörderin überführen? Doch ihre Lust auf menschliches Fleisch könnte ihr Verderben sein.

BUCH: Originaltitel: Lady Cannibal, 2015 / Festa Extrem 54, 05.2020 / Seiten: 160 / Übersetzung: Doris Attwood

Cover: Festa Verlag - Tim Miller: Lady CannibalREZENSION: Tja. Muss man Tim Miller jetzt noch vorstellen? Nö, das ist der Kerl, der diese superkranken, überaus unterhaltsamen, durchgeknallt-sadistischen Romane schreibt, in denen auch schon mal ordentlich gefickt wird und du weißt nicht so ganz, was ist grauenhafter, der Sadismus oder der Sex. Das Schlimmste daran? Es macht Spaß, Tim Miller zu lesen.

Lady Cannibal ist so ein typisches Spaß-Buch dieses Typen. Völlig kranke und abgefahrene Sadismen, eine Hauptfigur, die in unmögliche und absurde Situationen gerät, auf noch absurdere Weise daraus hervorkommt und trotz der Scheiße, die sie veranstaltet, durchaus sympathisch ist. Schließlich sind die Normalos noch abartiger als sie.

Tim Millers Schreibstil ist nicht die hohe Kunst. Aber schlecht ist es bei weitem auch nicht. Es passt einfach zu den Geschichten. Gerade heraus, Vollgas von Anfang an direkt aufs Ziel los. Und so liest sich das Buch. Schnörkellos, flüssig, mit hohem Tempo niedergeschrieben und so gut lesbar. Tim Miller weiß, was seine Leser wünsche. Absolut.

Wer will einem Autor vorwerfen, Geld mit den Büchern verdienen zu wollen. Noch dazu, wenn man als Indie alles selbst pulbiziert und produziert und tingelt? Nein, wie der Mann das macht, gefällt mir, beeindruckt mich sogar. Tim Miller weiß, was er tut, welche Geschichten er wie erzählt und dass diese genau deshalb solchen Anklang finden.

Lady Cannibal ist schnell gelesen, der rote Saft rinnt zwischen den Seiten hervor, der Inhalt ist fluffig und gut gewürzt, mit leckerer Käsekruste und absurden Kräutern fein abgeschmeckt. Mahlzeit! Tim Miller ist herbes Fastfood, und das im richtigen Moment sogar pervers gut. Gute Unterhaltung.

Inhalt

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Zusammenfassung:

  • Anspruch/Stil: *** schnörkellos, rasant, blutig, witzig
  • Gewalt/Gore: ***** volle Kanne kranke Scheiße, geil
  • Sex/Perversion: *** auf sehr verdrehte Weise absolut ja
  • Unterhaltungwert: ***** sehr hoch, durchgeknalltes Vergnügen
  • Gesamteindruck: **** Tim Miller mit richtig blutig guter Laune

Kurz gesagt: Wenn du weißt, wer er ist, weißt du auch, was du bekommst. Gut so …



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Der Beitrag [REZENSION]: Tim Miller: Lady Cannibal erschien am 09.06.2020 auf Kultplatz.net …


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Schlagwörter: Horror Spaß Splatter Thriller Tim Miller What the fuck

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