Inhalt: Sünder gehören ans Kreuz genagelt! Davon ist zumindest Pastor Charlie Sims überzeugt, der im tiefsten Texas eine kleine Kirchengemeinde führt. In Gottes Auftrag richtet er Pornosüchtige, Ehebrecher und Pädophile in seiner »Kapelle« – einem Schuppen mit Folterwerkzeugen. Doch dann erhält Charlie Besuch von Luzifer persönlich. Der behauptet, der himmlische Vater wolle die Menschen endgültig auslöschen. Charlies Kreuzzug gegen den drohenden Untergang führt ihn mit den Verdammten des Himmels zusammen.
Doch wie besiegt man eigentlich Gott?

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Cover Festa: Tim Miller: Die Verdammten des HimmelsTim Miller: Die Verdammten des Himmels

(OT: The Miller’s Hand of God Trilogy; 2015) Festa H&T 1598; ISBN: 978-3-86552-449-2; Seiten: 448; Übersetzung: Alexander Rösch; Ausstattung: Festa Lederoptik; Buch bei Festa: hier

The Hand of God 2013; Revenge of the Three 2013; Hand of Hell 2015; das sind die Einzeltitel, aus denen das Werk besteht.

Ein Kurzkommentar gefällig? HAHAHAHAHAHA. Das Werk ist vollkommen, komplett, total meschugge. Abgedreht, durchgeknallt, irre, jenseits von Gut und Böse, wie auch immer man das nennen will. Und wüst, gewalttätig, lakonisch, knallvoll mit schwärzestem Humor, richtig blutig und brutal, ein deftiger Splatter.

Was man bei diesem Buch braucht, um es verdauen zu können, ist ein ausgeprägter Sinn für totalen Schwachsinn. Bewusst fabrizierten Unfug, denn die Ideen, die Miller hier abliefert, sind einerseits dazu angetan, fromme Gläubige nach der Inquisition rufen zu lassen (nennt sich heute übrigens Kongregation für die Glaubenslehre und ist im Palazzo del Sant’Ufficio in Rom beheimatet), andererseits sind sie genial in ihrer rücksichtslosen Unverschämtheit und Ungeniertheit.

Das ist eine der Sachen, die an dem Buch wirklich sehr beeindrucken – die Ideen. Miller scheißt sie Seite für Seite raus. In Blut und Gedärm gewickelt präsentiert er die Produkte seiner Gehirnblähungen den geneigten Lesern, die diese – also in meinem Fall halt – mit großer Erheiterung entgegennehmen.

Tim Miller scheint zu jenen Autoren zu gehören, die von Buch zu Buch stilistisch besser werden. Merkt man zu Beginn noch den oft etwas holprigen Stil und gelegentlich ungelenke Formulierungen, anfangs habe ich mich gefragt, ob die Übersetzung danebenging – aber Alexander Rösch ist bisher eigentlich tadellos – so hat sich das im letzten Drittel des Buches stark gebessert. Also halb so schlimm.

Ich habe noch zwei Tim Miller vor mir, an die ich mich nach dem Buch – sehr von dem gewitzten Unfug und Massaker-Spaß angetan – ehebaldigst dranmachen werde. Die Verdammten des Himmels jedenfalls haben bei mir jetzt ein Stein im Brett … oder ein paar Finger im Kopf. ;-)

Kurz gesagt:

  • total durchgeknallt
  • höhnisch komisch
  • köstliche Sauerei

Fazit: Ein Hit! Fuck yeah, Amen!


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