Inhalt: Im Jahre 2010 wurde eine der grausigsten Entdeckungen in der Geschichte von Texas gemacht. Auf dem Gelände einer verlassenen Farm bei San Antonio fand man zahlreiche Körperteile und menschliche Überreste. Nur wenig wurde darüber publik gemacht. Bis heute. Eddie Mason ist ein freundlicher, kleiner Mann. Und mit viel Liebe lehrt er seinen Kindern Brandi und Jeffrey die abscheuliche Kunst des Tötens …

Tim Miller: Familienmassaker [meine Rezension] … eBook und Paperback bei Festa …

Cover Festa: Tim Miller: FamilienmassakerTim Miller: Familienmassaker

(OT: Family Night; 2013) Festa Extrem 13, 06/2015; ISBN: keine; Seiten: 160; Übersetzung: Christian Jetzsch; Ausstattung: Paperback Festa-Optik; Buch beim Verlag: hier

Meine Fresse!

Familienmassaker ist ein überaus krankes Buch. Es ist eine Serie von Schlägen in den Magen. Es ist eine rohe, grausame, derbe, simple Geschichte, für die man nicht viel Fantasie braucht – sie ist auf perverse Art in der Realität vorstellbar. Wenn ein Jeffrey Dahmer Köpfe daheim im Kühlschrank eingelagert hatte, warum auch nicht die Scheiße hier?

Zwei Faktoren machen den Roman ziemlich hart:

Zum einen die geradezu nüchterne, grausam konsequente Geschichte, die keinerlei Erbarmen kennt und nicht den geringsten Funken von Humor aufweist, der dem Leser zwischendurch Erleichterung verschafft. Das Buch ist extrem rüde, extrem detailliert und das Zerlegen der Opfer ist einfach nur grausig geschildert.

Zum anderen ist es Tim Millers Schreibe. Nicht falsch verstehen, ich mag seinen Stil. Er ist ziemlich roh und grob, ich gehe mal so weit, ihn ungelenk zu nennen. Bei Die Verdammten des Himmels hat diese ungeschliffene Art zu Beginn etwas gestört, da hätte ich mir mehr die Stilsicherheit von Bryan Smith gewünscht, oder, um da vielleicht einen treffenderen Vergleich zu finden – die perfektionierte Grobheit von Jack Ketchum. Hier jedoch passt diese Derbheit perfekt und verstärkt den kranken Inhalt drastisch in der Wirkung.

Apropos – Familienmassaker hat, finde ich, die inhaltliche Qualität eines Jack Ketchum in ihrer konzentrierten Reduktion auf das Notwendigste.

Tim Miller hat das Potenzial, sich einen Kultstatus zu erschreiben. Nur bin ich mir nach dem Roman echt unsicher, ob ich ihn als unterhaltsam bezeichnen möchte. Das ist doch ein sehr freundlicher Begriff – und der Roman ist vieles, aber Freundlichkeit kann man dem Titel ganz bestimmt nicht vorwerfen.

Kurz gesagt:

  • ultraderber Inhalt
  • grober Stil
  • grausiger Realismus

Fazit: starker Magen benötigt


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