INHALT: Tief in den Wäldern der USA verbirgt sich ein altes Herrenhaus, das von der Regierung als militärische Irrenanstalt genutzt wird. Dort sind 27 Insassen untergebracht. Alle Soldaten leiden an einer Geisteskrankheit, die ganz plötzlich ausgebrochen ist. Haben die Männer wirklich den Verstand verloren, oder tun sie nur so? Auf der Suche nach Antworten hat das Pentagon den brillanten Marine-Psychiater Colonel Hudson Kane beauftragt, die gestörten Insassen zu untersuchen.
Doch bald stellt Kane fest, dass die größte Herausforderung möglicherweise seine eigenen begrabenen Dämonen der Vergangenheit sind … 

BUCH: Originaltitel: The Ninth Configuration; 1978 / Verlag: Festa Must Read 04.2020 / Seiten: 196 / Übersetzung: Patrick Baumann / Buch bei Festa ↗

Cover: Blatty: neunte KonfiguratonREZENSION: Was zum Teufel habe ich da gelesen? Der Roman ist ein ganz eigener Trip, bei dem man absolut nicht sichergehen kann, dass das Geschehen auch nur ansatzweise das ist, was es zu sein scheint – und das beginnt eigentlich schon bei der Frage, was hier los ist? Das Buch ist ein so faszinierendes wie verwirrendes Werk, das mich, auch wenn es inhaltlich nicht passt, an einen Film erinnert – Jacobs Ladder (das Original mit Tim Robbins, nicht der Sondermüll, der sich Remake nennt).

Der Roman ist ein überaus eigenwilliges Werk, das viel Aufmerksamkeit fordert, viele Inhalte und Themen zwischen den Zeilen versteckt und tatsächlich eine Geschicht erzählt, auch wenn es gar nicht so scheint. Auf gewisse Weise mag das Buch durchaus als Experimentalwerk durchgehen, ist es doch stellenweise so irre wie die Insassen der Irrenanstalt. Die Sprache ist recht schlicht gehalten, dabei jedoch sehr ausdrucksstark, sie es die erste Sätze schon zeigen.

Allerdings verbirgt sich in dem Wahnsinn tatsächlich eine sinnhafte Geschichte der unschönen Art. Ein fröhliches Buch ist dieses Werk trotz der skurrilen Szenen absolut nicht. Auch kein Roman, den man trotz des geringen Umfangs schnell gelesen hat. Kein leicht verdauliches Buch, im Gegenteil. Es ist ein sperriges Stück Literatur, das unleugbar fasziniert.

Die neunte Konfiguration ist sicher der am schwersten zugängliche Roman von Blatty, der mit Der Exorzist einen Weltbestseller ablieferte, der sein übriges Werk völlig in den Schatten stellte. Wer sich auf eine Reise in den surrealen Wahnsinn einlässt, wird hier reichlich belohnt.

Zusammenfassung:

  • Anspruch/Stil: **** sprachlich schlicht, inhaltlich irr
  • Gewalt/Gore: ** wenige, brutale Szenen
  • Sex/Perversion: * nicht vorhanden
  • Unterhaltungwert: *** gegeben
  • Gesamteindruck: **** eine Herausforderung

Kurz gesagt: ein forderndes Buch, das zwischen den Zeilen viel erzählt


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Der Beitrag [REZENSION]: William Peter Blatty: Die neunte Konfiguration erschien am 16.09.2020 auf Kultplatz.net


Cover: Blatty: neunte Konfiguraton

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