INHALT: Emily ist eine KI. Sie wurde designt und programmiert, um den Menschen in allen Lebenslagen zu helfen. Und obwohl das eigentlich gar nicht möglich sein sollte, liebt Emily die Menschen. Aber als die Sonne zu erlöschen droht, hat auch sie kein Programm, um das zu verhindern. Dennoch fasst sie einen Plan, um die Welt zu retten. Doch nicht jeder glaubt an ihre guten Absichten, und so wird Emilys Liebe zu den Menschen auf eine harte Probe gestellt …

BUCH: Originaltitel: Emily Eternal, 2019 / Heyne Verlag 05.2020 / Seiten: 384 / Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer / Paperback ↗ und Kindle ↗ bei Amazon …

Cover: Heyne Verlag, Wheaton: Emily EternalREZENSION: Auf der Plus-Seite kann Emily Eternal einige Punkte für sich verbuchen. Es ist ein sehr sympathischer, eigentlich geradezu optimistischer Roman, was die menschliche Zukunft angeht, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint. Emily ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Das Buch ist durchwegs spannend, stellenweise hat es Tempo und Thrill, die unerwartet sind. Auch was einige der Wendungen angeht, so sind sie unerwartet – nicht unbedingt, dass sie kommen, aber wie sie vom Autor in Szene gesetzt wurden. Der Roman verzichtet auf wirkliche Hard Science, sondern setzt den Schwerpunkt auf die “Menschwerdung” von Emily. Ohne zu übertreiben, ohne Pathos, aber mit viel Witz.

Das Buch ist nicht ganz ohne Mankos. So ist das, was in den letzten Tagen einer Welt in dieser Situation geschieht, wohl doch sehr milde geschildert, ich denke doch, dass das unausweichliche, totale Ende in sehr vielen Menschen sehr hässliche Seiten zum Vorschein brächte. Da ist das Buch doch mit dem Weichspüler durchgeputzt. Auch wenn ich das Ende der Geschichte gerne mag, scheint es fast so, als hätte es der Autor plötzlich sehr eilig gehabt. Ein klein wenig Tempo raus wäre durchaus in Ordnung gewesen. Und ich habe keinen blassen Schimmer von den geschilderten Gen-Techniken, es ist mir auch völlig egal, ob sie plausibel sind. Sie müssen nur so tun, als wären sie es. Das reicht, mehr braucht es nicht. Und hier kommt Wheateon meinem Dafürhalten nach doch ein wenig ins Schleudern. Da wird dann zu viel, zu schnell und das in zu kurzer Zeit möglich. Hm.

Insgesamt kann ich das Buch aber nur sehr gerne empfehlen. Es ist witzig, zukunftsoptimistisch und erzählt eine sehr schöne Geschichte, selbst unter dem Gesichtspunkt des Endes der Welt. Der Ausgang des Buches macht tatsächlich auch sehr neugierig auf das, was danach geschieht. Man wäre wirklich interessiert zu erfahren, welche Abenteuer Emily erleben wird. Und das ist wohl, finde ich, ein gutes Zeichen, wenn mich ein Buch mit dem Wunsch nach mehr davon zurücklässt.

Emily Eternal wäre wohl eine recht erfolgreichen Netflix-Serie in 6 Episoden.

Zusammenfassung:

  • Anspruch/Stil: *** angemessen erzählt und nicht über Gebühr anspruchsvoll
  • Gewalt/Gore: ** in bescheidenem Umfang, auf sanfterem Thriller-Niveau
  • Sex/Perversion: * gar nicht, aber einige romantische Szenen absolut softer Erotik
  • Unterhaltungwert: **** hoch, verbreitet gute Laune
  • Gesamteindruck: *** sehr schöne Geschichte mit kleinen Schwächen

Kurz gesagt: sympathische Unterhaltung …


M.G. Wheaton: Emily Eternal [Rezension]Paperback ↗ und Kindle ↗ bei Amazon … 


Der Beitrag [REZENSION]: M.G. Wheaton: Emily Eternal erschien am 08.06.2020 auf Kultplatz.net


Ausschnitt Cover Emily Eternal, Heyne Verlag

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