Inhalt: Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald in Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat … Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen.

Edward Lee: Bighead

(OT: The Bighead, 1999) Festa Horror Tb 154408/2012, ISBN: 978-3-86552-161-3; Seiten: 351; Übersetzung: Manfred Sanders; Ausstattung: Lederoptik, Tb; Buch bei Verlag: hier

Cover Festa: Edward Lee: BigheadBighead ist wirklich eine wirklich beeindruckende Sauerei! Damit wäre alles zu dem Titel gesagt – nein, Quatsch. Bighead ist tatsächlich ein stellenweise unglaublich grausiger Roman, der vortrefflich den Ekel- und Würgreflex kitzelt, wenn er nicht gerade in pornografischen Meeren aus Körperflüssigkeiten badet.

Zugleich ist das Buch ein spannender Thriller, dessen Protagonisten erstaunlich glaubwürdig sind. Seien es die Hinterwäldler, die Stadtmenschen oder der Mann in der schwarzen Soutane. Jeder Charakter ist glaubwürdig und so ziemlich jede Figur weckt Gefühle im Leser.

Klar, dass diese Gefühle natürlich nicht allesamt positiver Natur sind, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es gibt Charakterköpfe in dem Buch, denen möchte man am Liebsten ins Gesicht kotzen, um diese Rezension inhaltlich dem Buch anzupassen.

Tatsächlich empfiehlt sich ein starker Magen. Edward Lee ist ein sehr guter Schriftsteller, der es versteht, eindringlich und plastisch zu schildern – allen Ekel und jede Widerlichkeit, die einem Menschen in den Sinn kommt. Doppelt grausig wird die Sache durch die Glaubwürdigkeit – es ist sicher so, dass die Dinge, die der Phantasie des Autors entsprungen sind, irgendwo auf der Welt von einem kranken Geist tatsächlich umgesetzt wurden.

Wie schon im Haus der bösen Lust erzählt Lee auch in diesem berüchtigten Roman, eine nachvollziehbare, dichte, spannende Geschichte. Ohne Geschichte wäre all der perverse Kram in dem Buch nur halb so verstörend und in den Bann ziehend.

Edward Lee ist ein feiner Geschichtenerzähler, der es auf den Mageninhalt seiner Leser abgesehen hat.

Eigentlich gibt es nicht so viel darüber zu quatschen. Das Buch ist gigantisch ekelhaft, dabei äußerste kreativ, erschreckend kreativ geradezu, streckenweise so geil wie der beste Porno und so erschütternd wie der Bodensatz des Hardcoregenres, verflucht spannend und wartet mit einem Knaller von Ende auf, das – zumindest diesen Rezensenten – kalt erwischt hat.

Verdammte Scheiße, was will man von einem Buch mehr?

Um Richard Laymon zu zitieren: Edward Lee – das ist literarische Körperverletzung. Dem gibt es eigentlich nichts weiter hinzuzufügen als: Für die intimen Momente des gepflegten Masochismus sei Edward Lee hiermit wärmstens empfohlen!

Viel Vergnügen!

Kurz gesagt:

  • irre ekelhaft
  • absolut obszön
  • sehr gute Story

Fazit: Eine ganz eigene Erfahrung


Wer Edward Lee mag, findet vielleicht auch Gefallen an Bryan Smith und Wrath James White.


— Edward Lee im Interview mit Brian Keene: [– Der Brian Keene Podcast: The Horror Show –]


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