[REZENSION]: Brett McBean: Angst war hier

Inhalt: Die bekannte Schriftstellerin Debra Hillsboro lädt Freunde und Familie zu einer Weihnachtsfeier in ihre Villa ein. Doch der Tag endet im puren Grauen, als eine Bande Sadisten in das Anwesen eindringt. Sie wollen quälen und töten.
Ohne Kontakt zur Außenwelt müssen die Bewohner ums Überleben kämpfen – während die Mörder ihre Taten mit Smartphones filmen und im Internet verbreiten. Denn nicht nur sie sind süchtig nach Blut und Gewalt …

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Cover Festa: Brett McBean: Angst war hierRezension: Angst war hier ist ein gruseliger Roman. Nicht, weil er besonders gespenstisch wäre, nein, der Realismus der Geschichte ist der wahre Schrecken. Was McBean hier schildert, ist eine Form von Grausamkeit, die im Prinzip die meisten Menschen treffen kann. Es ist die Willkür der Täter, die gar nicht an der Person selbst interessiert sind, sondern nur an dem, was sie ihren potenziellen Opfern antun können.

Stellenweise wie eine Tatortbegehung beschrieben, vermeint man anfangs, vom Autor selbst gespoilert zu werden, das das Ende der Geschichte betrifft. Das stimmt glücklicherweise nur zum Teil, Was McBean quasi ankündigt, ist keine Überraschung, wenn man mit dem Werk des Autors vertraut ist. Es ist von Beginn an klar, das die Geschehnisse kein gutes Ende nehmen können. Es geht darum, wer davonkommt und wer nicht, wen es unerwartet auf welche Art trifft.

McBean mag als Australier seine Story dort angesiedelt haben, aber es ist eine Geschichte, die innerhalb eines besseren Vororts spielt und damit rund um die Welt möglich ist. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass diese Dinge in unseren Breiten immer wahrscheinlicher werden, so wie es nicht mehr lange zu den ersten Gated Communities dauern wird. Zerfallende Sozialsysteme, zunehmende staatliche Bevormundung und Kontrollwahn, der so unkoordiniert wie über jegliches Ziel hinausschießend ist, ein anwachsen der prekären Arbeitsverhältnisse, soziale Verwahrlosung – es gibt viele Gründe, wie es zu derartigen Gewaltakten kommen kann.

Was die Gewaltakte selbst angeht, scheut McBean nie vor geradezu obszöner Lust an Detailfreude zurück, was hier durch das glaubwürdige, realitätsnahe Setting noch verstärkt wird. Er schreibt von Dingen, die in der Realität passieren. Sehr unangenehm zu lesen, dadurch wirkungsvoll. Weil McBean ein exzellenter Autor ist, weiß er, wie man das Grauen mit Spannung versieht, wie man in Lesern Hoffnungen weckt, um diese dann blutig zu zerschmettern.

Brett McBean ist einer der modernen Meister des Horrors – sei er übernatürlicher Art, sei er fest in der Realität verwurzelt. Er versteht es meisterhaft, die gröbsten Gemeinheiten auf sehr berührende und spannende Weise zu schildern, seine Leserschaft damit emotional zu berühren. Dass er darüber hinaus auch noch einen für seine Geschichten perfekten Stil beherrscht, weiß, wie man die Sprache wirkungsvoll einsetzt und sich nie in überflüssigen Details verliert, macht seine Bücher trotz der bösen Inhalte zum Vergnügen.

Irgendwie ist es so pervers wie zutreffend, Brett McBean als Vergnügen zu bezeichnen. Aber genau das ist es.

Kurz gesagt:

  • realistisches Setting
  • purer Sadismus
  • exzellent erzählt

Fazit: wieder einmal ein rundum gelungener McBean.


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