[REZENSION]: F. Paul Wilson: Panacea

INHALT: Die Medizinerin Laura Fanning steht vor einem Rätsel: zwei männliche Leichen ohne erkennbare Todesursache. Die Männer kannten sich offenbar nicht, doch beide tragen das gleiche mysteriöse Tattoo.
Die Recherche führt Laura weit in die Vergangenheit zurück, zu einem Mönchsorden, der an das legendäre Panacea glaubte – eine Substanz, die jede Krankheit oder Verletzung heilen kann …
Als ihr ein todkranker Milliardär ein Vermögen für das Finden des Allheilmittels anbietet, macht sich Laura trotz ihrer wissenschaftlichen Skepsis auf die Suche – und gerät in den uralten Krieg zweier Bruderschaften, die um das ultimative medizinische Wunder kämpfen.

BUCH: Festa Paperback, 12/2017; Reihe: H&T ,15123; Original: Panacea (2016); Seiten: 608; Übersetzung: Alexander Amberg; Panacea: Verlag

RERZENSION: Zu Beginn der Lektüre war ich überzeugt davon, einen Thriller zu lesen, der zum einen mit einer starken weiblichen Hauptfigur aufwartet (so wie Katie Maguire oder Helen Closs) und zum anderen einem Autor wie Dan Brown zeigt, wie man das paranoide Verschwörungs-Ding literarisch umsetzt. Immerhin hat F. Paul Wilson einige ausgezeichnete Thriller geschrieben.

Nach dem Ende des Buches muss ich mich nun widerstrebend der Erkenntnis beugen, dass dem nicht so ist, wie ich dachte. Laura Fanning schafft es nicht, aus dem Schatten dieser Ermittlerinnen zu treten und was nun Wilson und Brown anbelangt – das hier hätte durchaus Dan Brown schreiben können. Und das ist jetzt nicht unbedingt positiv.

Panacea ist eine dieser in kürzester Zeit um die Welt gehetzten Geschichten, in denen eine Zufallsperson einer welterschütternden Wahrheit auf der Spur ist, die seit Jahrtausenden nur einem kleinen Kreis Eingeweihter bekannt ist. Einen Preis für Originalität bekommt Panacea damit nicht, aber das ist unwichtig, wenn der Autor dafür … aber das tut Wilson hier auch nicht. Seine Geschichte kommt nie über das hinaus, was diese Art Romane bieten, bleibt innerhalb der Grenzen und ist dabei relativ unoriginell.

F. Paul Wilson: PanaceaIn einem Fall opfert Wilson die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte einer Pointe – auf eine Art, die eher ärgerlich ist und eines Dan Brown würdig. Diese Art von Romane sind Borderline-Bücher, das heißt, sie wandeln wirklich an der Grenze des Unsinns entlang. Das ist im Normalfall genau das, was der Spaß an solchen Büchern ist. Haarsträubende Ideen, gewitzt als realistische Möglichkeit verkauft, das ist ein Vergnügen. Wilson setzt es wenigstens einmal auf den Hintern und aus Vergnügen wird Frust.

Grmpf. Mag sein, dass ich etwas verspannt bin, aber nach einem Dafürhalten hat sich F. Paul Wilson ein wenig zu sehr auf die Archetypen und Klischees der Mysters-Thriller mit den welterschütternden Geheimnissen verlassen. Da ist jede Menge Spannung auf der Strecke geblieben. Ein klein wenig beschleicht bei der Lektüre der Verdacht, der Autor hat hier eine gut bezahlte Auftragsarbeit abgeliefert, war aber nicht mit Herz und Verstand bei der Sache.

Panacea ist ein Roman mit enormen Potenzial, ein Buch, das sich nicht aus den Konventionen seiner Gattung raustraut. Das ist sehr, sehr schade. Da wäre echt mehr drinnen gewesen. So bleibt ein unterhaltsamer Roman, der bei der Lektüre stellenweise vertraut erscheint.

Kurz gesagt:

  • konventionell
  • unterhaltsam
  • lieblos

Fazit: F. Paul Wilson war schon bedeutend besser


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