[REZENSION]: Sasha Grey: Die Janus-Kammer

Basisdaten: Originaltitel: The Janus Chamber (2016); Heyne 06/2017; Seiten: 384; Übersetzung: Daniel Müller; Ausstattung: eBook, Paperback

Inhalt: Eigentlich wollte Catherine mit ihrem Verlobten ein ganz normales Leben als Journalistin führen. Doch ihr Alltag füllt sie nicht aus. Weder beruflich noch privat. Das ändert sich schlagartig, als sie eine Reportage über das kürzlich verstorbene Topmodel Inana Luna schreiben soll. Die Recherchen zu dieser faszinierenen Frau erwecken verloren geglaubte Wünsche und Begierden in ihr zu neuem Leben. Wird sie ihre Leidenschaft wiederfinden? Oder sich in ihrer Lust verlieren?

Rezension:

Die Fortsetzung von Juliette-Society ist ein nicht weniger, vielleicht sogar mehr, intellektueller Porno-Roman, eine Art Gesellschaftsroman, der auch hinter die Kulissen Hollywoods blickt, um Doppel- und Scheinmoral aufzuzeigen und die Leser zugleich mit saftigem Sex aufzugeilen.

Cover: Sasha Grey: Janus-KammerGrey analysiert und betrachtet, kommentiert und erläutert, klar und verständlich, logisch und intelligent. Und ist deftig. Ich mochte schon die Juliette-Society, dieses methodische, analytische, mit bissigem Humor gewürzte Erzählen, das in diesem Buch noch deutlicher und stilsicherer ist. Der Roman in seiner Art entspricht genau der Herangehensweise, die Grey auch gewählt hat, als sie bewusst und mit einem Plan bewaffnet ins Pornogeschäft einstieg.

Sasha Grey hat als Autorin zugelegt. Gewisse Unsicherheiten und Irritationen, die im ersten Roman vorkamen, sind hier nicht mehr zu finden. Ihr Stil ist konzentrierter und etwas tiefgehender geworden. Eine Entwicklung, die eine gewisse Faszination birgt.

Wer sich aufgrund von Namen und Vergangenheit der Autorin einen reinen Fick-Roman erhofft, wird wohl enttäuscht werden. Drauf ist die Autorin nicht aus. Wer sich auf die Irrfahrten einlässt, die dieses Buch bereithält, wird belohnt werden. Auch wenn es ein Widerspruch in sich ist, Jauns-Kammer ist ein intelligenter Porno, der Hirn und Unterleib zu befriedigen versteht. Es ist, wie es am Cover steht, ein erotischer Roman. Du kannst den Sex entfernen und es bleibt was übrig. Du kannst nur den Sex lassen und es ist scharf. Gefällt mir.

Aus dem Ende des Buches geschlossen, wird der Trip wohl noch einen weiteren Band bekommen.

Macht Spaß und ist scharf. Eine exzellente Kombination.

Kurz gesagt:

  • scharf
  • clever
  • vergnüglich

Fazit: Jederzeit mehr …


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