[REZENSION]: Matt Shaw: Extreme Horror

Inhalt: Ein Möchtegern-Filmemacher und Serienkiller schildert die Entstehung seines filmischen Meisterwerks – eines Snuff-Films.

They said I could not become a filmmaker. They said my screenplays were dull and clumsy with thin characterisation. My plots were predictable and endings lame. They said my directing was uninspired and ideas translated poorly to screen. They said my acting was laughable; scenes that were supposed to be tragic caused ripples of laughter. They said I would never make it and that – even if I did – no one wants horror anymore. They want fantasy. They want drama. Comedy, even has its place in the market. Not horror. It’s stale. It is stagnant and done to death. Well, whatever they say, I am bringing horror back to the mainstream. It will be shown on every television station and shared across millions of social networking profiles. I am bringing horror back whether the audience wants it or not and it’s going to be extreme…

Verlag: Create Space Publishing 02/2016, ca. 148 Seiten; keine dt. Ausgabe

Rezension: Matt Shaw: Extreme Horror

Das Buch ist interessant. Es ist bei weitem nicht so extrem, wie Titel und Aufmachung vorspielen, auch wenn es etliche harte Momente hat. Was es allerdings lesenswert macht, so man sich dafür interessiert, ist die Erzählperspektive. Aus der heraus begleiten wir das Treiben des Ich-Erzählers und lernen so seine Psyche kennen, die absurde Logik seiner Gedanken.

Shaw hat andeutungsweise einzelne Abschnitte des relastiv kurzen Romans in Form eines Drehbuchs gestaltet. Peilt man die immer noch gültige Daumenregel an, nach der eine Seite Drehbuch eine Minute Film ergibt, kommt man auf einen knapp 2,5 Stunden dauernden Splatter-Film, der von der Machart und Erzählweise im Umfeld von Maniac oder Henry: Portrait of a Serial Killer anzusiedeln ist. Das muss man mögen, da wir hier nicht von der flüssigen, peppigen Erzählweise von Filmen Scream & Co reden.

Extreme Horror versucht sich mehr in der Arthouse-Schiene des Splatters – tendiert also eher Richtung Henry. Das macht den Roman einerseits interessant, andererseits fehlt ihm die extreme Radikalität, die man hier erwartet. Es zeigt aber auch, dass eine beschissene, schundige Aufmachung oftmals durchaus lesenswerte Bücher verbirgt. Matt Shaw, der im Roman auch den Witz zeigt, sich selbst als Biographen seines – hust – Helden ins Spiel zu bringen, ist zumindest so interessant, dass ich noch mehrere seiner Werke ausprobieren werde.

Extreme Horror ist sicher nicht für jedermann tauglich, aber ein in meinen Augen lesenswerter Versuch, den Splatter-Serial-Killer-Roman mal etwas anders zu gestalten. Und alleine dem Versuch kann ich schon viel abgewinnen, auch wenn das Ergebnis nicht ganz so gut rüberkommt, wie es möglich sein müsste. Nun, Shaw, hat einen ganzen Haufen Bändchen rausgebracht. Mal schauen, was sich da so findet.

Kurz gesagt:

  • nicht so radikal wie erwartet
  • ein paar Schwächen in der Umsetzung
  • insgesamt ein interessanter Versuch, Neues zu schaffen

Fazit: Gut genug, um weitere Bücher von Shaw zu probieren.


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