INHALT: Hätte Bronson Sinclair doch bloß nie versucht, diese Mädchen zu finden, dann würde er jetzt nicht an ein Kreuz genagelt in Flammen aufgehen. Manchmal ist es besser, die Wahrheit nicht zu kennen. Sie kann zur Hölle auf Erden werden.

Tim Miller: Blutige Felder [Rezension] … PaperbackeBook … beim Verlag / Originaltitel: Fertile Fields, 2015); Festa Extrem Bd. 44; 03/2019; Seiten: 144; Übersetzung: Christian Veit Eschenfelder

Cover: Tim Miller: Blutige FelderREZENSION: Tim Miller mal wieder. Muss man ihn noch erklären? Ok, vielleicht kurz für jene Leserschaft, die sich bisher nicht durchringen konnte, Miller zu probieren. Sehr auf die Haupthandlung konzentrierte Geschichten, sprich, keine aufgeblähte Zeilenschinderei. Hohes Tempo, ein solider Erzählstil, der durch makabren Humor sehr zu gefallen weiß.

Und was ist das typische Element eines Tim Miller? Der völlig ungebremste, rücksichtslose Blutzoll, der mit äußerster Brutalität und ausgeprägter Perversion zum Fließen gebracht wird. Tim Miller ist purer Splatter, Body Horror ohne Selbstzensur. Aber, und das hebt ihn aus der Masse hervor, die solide Erzählweise und das fiese Augenzwinkern machen die Bücher trotz des ausgewählt exquisiten Ekels zum Vergnügen.

Und das Sahnehäubchen ist in vielen Fällen – auch bei diesem Buch – das ausgeprägt makabre Ende, das der gute Tim immer wieder mit der Wucht eines Vorschlaghammers seinem Publikum ins Gesicht schlägt. Soll heißen, klappt man das Buch zu, hat man großartige Befriedigung erfahren und das ist der Punkt. Und den trifft dieser Autor zielgenau. Immer wieder.

Tim Miller erhebt nicht den Anspruch, sonderlich komplexe oder psychologisch durchdachte Romane zu schreiben. Er hat seinen Spaß (man sehe sich den Kerl einfach mal an, der weiß ganz genau, was er tut und er hat ein höllisches Vergnügen dabei und das sei ihm ungenommen) beim Verfassen der Bücher und das überträgt sich beim Lesen. Wenn ich gezwungen bin, ihn mit einem Etikett zu versehen, dann ist er erstklassiges Junk Food. Zwischendurch mal gibt es nichts geileres als einen Burger und Tim Miller liefert genau das.

Und nach meinem Verständnis von Unterhaltungsliteratur ist er damit ein verdammt guter Autor.

Zusammenfassung:

  • Anspruch/Stil: *** solide und inhaltlich perfekt passend
  • Gewalt/Gore: ***** schwärzester Humor, drastisch, sadistisch, vergnügliche Extrem
  • Sex/Perversion: **** der rote Faden bei Miller
  • Unterhaltungwert: **** verdammt kurzweiliges Buch
  • Gesamteindruck: ***** genau das, was das Buch sein will, ist es

Fazit: rundum vergnügliches Massaker der abartigen Art. Genau das, was man von Miller erwartet. Großer Spaß.


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Der Beitrag [REZENSION]: Tim Miller: Blutige Felder erschien am 03.07.2019 auf Kultplatz.net


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