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Ausschnitt Cover: Morbus 6

[REZENSION]: Charly Blood: Im Zeichen des Terrors – Morbus 06

Posted on 27/06/201818/01/2025 By Alexander D.
Rezension

Cover: Morbus 6Inhalt: Die Außerirdischen – bzw. Besucher aus fremden und unheimlichen Dimensionen – experimentierten schon lange vor „Akte X“ an ahnungslosen Erdbewohnern herum. Zum Beispiel in den 1980er Jahren in Wien, als die Geheimorganisation BASILISK, die solche Bedrohungen seit nunmehr vier MORBUS-Bänden von uns fern hält, mit skrupellosen Menschenversuchen in der Wiener Irrenanstalt am Steinhof konfrontiert wird.

Dort infizieren Wissenschaftler, eine Top-Secret-Militärabteilung und „Berater“ aus einer anderen Welt harmlose Versuchspersonen unter dem Vorwand einer neuen Drogenentzugs-Therapie mit Alien-Technologie – und verwandeln die wenigen Überlebenden in blutrünstige Killermaschinen. Als ein paar der Jugendlichen die Flucht gelingt, ist BASILISK gefragt und deckt mit Hilfe des legendären Dr. Trash eine internationale, ja intergalaktische Verschwörung auf.

Anm.: Wer sich jetzt wundert, wieso diese Inhaltsangabe ident ist mit jener von Morbus Bd. 05, tja, Bd. 06 ist eine unmittelbare, direkte Weiterführung des Vorgängers. Darum. Die beiden (weiter unten) Cover verraten, was Sache ist.

Charly Blood: Im Zeichen des Terrors – Morbus 06 [meine Rezension] …

Rezension: Die Geschichte ist köstlich. Was mit Heft 1 als ziemlich lustige Geschichte mit unheimlichen Elementen begann, ist zu einer mit Humor durchsetzten, recht actionreichen Akte-X ausgewachsen, die zufällig in Wien statt L.A. spielt. Der Unterschied zwischen den beiden Städten fällt vermutlich nur den Bewohnern auf, pruhaha. Und wir wursteln weiterhin fröhlich durch die 1980er Jahre, das macht die Sache doppelt amüsant.

Was ich noch unbedingt loswerden muss, lieber Herr Blood: Plöschberger! Wie geil! Tadellose Hommage!

Cover: Morbus 5Cover: Morbus 6So, weiter also. Als Leser hat man eine ziemlich abwechslungsreiche und streckenweise überaus amüsante Reise hinter sich, wenn man Morbus von Band 1 an mitverfolgt hat. Der Humor ist für Stadtbewohner offensichtilich und lebt von Details, die der Autor gut in Erinnerung behalten hat. Für Auswärtige ist der stellenweise dick aufgetragene Dialekt ein Grund zum Amüsement – der wienerisch gefärbte Zungeschlag zwischendurch ist sehr skurril – vor allem in den letzten beiden Heften im drastischen Kontrast mit den englischen Einlagen. Köstlich.

Auch ein paar der Schauplätze laden Kenner zur Erheiterung ein und einige der Ideen – beneidenswert. Blood nimmt Wien und seine Bewohner gehörig auf die Schippe, packt ein paar Klischees und Nazis dazu und drischt dann mit dem Gummihammer so lange darauf ein, bis was sehr eigenartig-leckeres übrigbleibt. Das ist der Kram, den er dann zum Lesen anbietet.

Greift zu, Leute!

Insgesamt hat sich die Serie zu einem rasanten SF-Thriller mit harter Action gewandelt. Der Humor ist etwas in den Hintergrund getreten, das Tempo hat sich beträchtlich gesteigert. Die Geschichte ist dazu angetan, ausgewachsenen UFO-Paranoikern oder Leuten, die schon immer gewusst haben, dass SIE unter uns sind, eine ordentliche Migräne zu verpassen. Für den Rest der Welt ist Morbus eine sehr unterhaltsame Sache.

Der Autor reorganisiert seine Serie gerade als Self-Publishing Projekt:

Bd. 1: Blutschwur der Donlauleichen [meine Rezension] … NEUAUSGABE: Blutschwur der Donauleichen – Bd. 1&2

Bd. 2: Im Prater tanzt der Sensenmann [meine Rezension] … NEUAUSGABE: Blutschwur der Donauleichen – Bd. 1&2

Bd. 3: Bei Vollmond bist du tot [meine Rezension] … Doppelband mit Bd. 4 … NEUAUSGABE: folgt …

Bd. 4: Im Bann der Mörderpuppe [meine Rezension] … Doppelband mit Bd. 3 … NEUAUSGABE: folgt …

Bd. 5: Blutrosen [meine Rezension] …

Bd. 6: Im Zeichen des Terrors [meine Rezension] …

So weit, so gut.

Kurz gesagt:

  • rasante Action
  • originelles Setting
  • schräge Ideen

Fazit: lesenswert, schräg, rasant. Macht echt Spaß!


.

 

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Schlagwörter: Action Humor Romanserien Science Fiction Splatter

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