[REZENSION]: Greg F. Gifune: Teufelsatem

Cover: Gifune - TeufelsatemBasisdaten: Originaltitel: Devil’s Breath,2015; Voodoo Press 02/2017; Seiten: 250; Übersetzung: Stefanie Maucher; Ausstattung: eBook, Taschenbuch; Buch beim Verlag: hier

Inhalt:

In der sterbenden Küstenstadt Cape Cod lebt Stanley Falk ein ruhiges und bescheidenes Leben als Tellerwäscher. Er ist nur noch eine Hülle dessen, was er einst war, ein Mann mit einer dunklen und gewalttätigen Vergangenheit, die er im Alkohol zu ertränken versucht. Als er eines Morgens erwacht, findet er heraus, dass sein mageres Bankkonto geleert und seine Erinnerung an das Trinkgelage des vergangenen Abends wie weggewischt ist. Vage Erinnerungen und schreckliche Albträume von bösartigen Göttern, fernen Planeten und einem grauenhaften Raum, in dem Folterpraktiken ausgeübt werden und das Blut in Strömen fließt, verfolgen ihn in jedem wachen Moment. Etwas Verkommenes ist darauf versessen, ihn in den dunklen Höllenschlund zurückzuziehen, aus welchem er bereits sein Leben lang herauszukriechen versucht.

Rezension:

Gifune zu lesen bedeutet, in Düsternis und Depression einzutauchen, in Hoffnungslosigkeit und Niedergang zu schwelgen. Dabei wird man von einer Geschichte in den Bann gezogen, die so eigenwillig wie originell ist und von der man bis zu letzten Satz nicht ablassen möchte. Hat man es geschafft, unbeschadet das Buch zu beenden, ist man einerseits irgenwie erleichtert, dem düsteren Zwielicht des Romans entkommen zu sein, andererseits bedauerlich – es hätte ruhig noch ein Weilchen länger gehen können.

Hm. Ich glaube, das ist es. Mehr braucht man zu Greg Gifune eigentlich nicht zu sagen. Einfach einen Stapel seiner Bücher zur Hand nehmen und eines nach dem anderen lesen und sich in der Düsternis suhlen, herzlich willkommen!

Greg F. Gifune, der Melancholiker des Horrors

Der Autor weiß einfach, wie man Stimmung macht. Dass er nicht zu den fröhlichen Zeigenossen gehört, ist eine ganz andere Sache. Aber was er schreibt, das ist hervorragend. Die Handvoll seiner Bücher, die ich gelesen habe, war dazu angetan, mich mit großer Zufriedenheit zu erfüllen, ihn für mich entdeckt zu haben. Gifune ist kein Autor, der mit spekatkulärem Splatter glänzt, er kommt still und heimlich, beschmuddelt die ganze Umgebung mit Schmutz und Spinnweben und okkulten Symbolen, ehe er sich hämisch kichernd wieder schleicht. Sehr sympathisch.

Teufelsatem ist ein Buch, das von Beginn seine triste Stimmung auffährt und seine Leserschaft bis zum Schluß knöcheltief darin waten lässt. Es platscht sich gut durch die stimmungsvolle Suppe dieses Autors. Gifune ist wie der merkwürdige kleine Bruder, der in seinem finsteren Eck herumschmuddelt und bei dem man nie so genau weiß, ob er einem gleich was Böses tut. Und genau so wollen wir ihn haben.

Kurz gesagt:

  • dichte, düstere Stimmung
  • eigenwillig gute Geschichte
  • rundum fesselndes Buch

Fazit: Depressive, spannende Geschichte, die sehr befriedigt


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