INHALT: Das Königreich Ossian wurde vor langer Zeit unterworfen. Jetzt müssen seine Bewohner unter der Herrschaft der krodanischen Eroberer leben, die Proteste und Revolten mit äußerster Gewalt unterdrücken. Der junge Aren und sein Freund Cade wachsen als Ossianer unter der Fremdherrschaft auf. Als die Krodaner Arens Vater wegen Hochverrats hinrichten, werden die beiden ins Straflager verbannt. Jetzt gibt es nur noch eins, das ihr Leben und die Zukunft ihres Landes retten kann – die Flucht und die Suche nach dem legendären Schwert der Könige von Ossian, der magischen Glutklinge. Das Abenteuer ihres Lebens beginnt …

ORIGINALTITEL: The Ember Blade, 2018 (Darkwater Legacy 1); Heyne 05/2019; Seiten: 992; Übersetzung: Michael Siefener

Cover: Chris Wooding: Das Schwert der KönigeREZENSION: Ein sehr zweischneidiges Buch. Zum einen vollgeräumt mit faszinierenden Details, deren Reiz sehr gern in den Bann zieht. Auf fast tausend Seiten lassen sich dann auch unglaublich viele Details unterbringen. Zum anderen ist genau das eines der Probleme dieses Romans – er ersäuft in Details und erstickt dabei die Geschichte.

Was irgendwie auch bemerkbar ist und damit stört – Chris Wooding schreibt hauptsächlich Jugendbücher. Das kommt immer wieder unüberlesbar durch und nimmt dann doch auch Faszination weg, weil ich zwischendurch gezweifelt habe, ob das Buch nun an Erwachsene wie mich oder tatsächlich an eine jugendliche Leserschaft gerichtet ist.

Das ist Band 1! Wenn Wooding jetzt ein paar Jahre braucht, um den nächsten Band zu verfassen, hat er mich, so fürchte ich, als Leser verloren. Denn dann weiß ich nicht mehr, worum es in diesem fetten Buch ging – es gab in der Zwischenzeit viele andere, spannendere Bücher und es gibt Brandon Sanderson (!), der ganz genau zeigt, wie man fette, faszinierende Romane schreibt, von denen man nicht genug bekommen kann. Wooding ist kein Sanderson. Und nur, um den nächsten Band zu lesen, werde ich mich kein zweites Mal durch dieses überfrachtete, erzählerisch unausgewogene, wenngleich interessante Monument von Roman durchkämpfen.

Irgendwie schade, ich hätte, vielleicht naiv von mir, gedacht, dass Wooding in den Jahren, in denen man auf Brandon Sanderson wartet, ähnlich faszinierenden Stoff bietet. Ist nicht der Fall. Macht nichts. Bei der gigantischen Auswahl an Romanen findet sich genügend Lektüre – Matthias Oden zum Beispiel. Da freue ich mich auf den nächsten Band!

Zusammenfassung:

  • Anspruch/Stil: *** durchschnittlich, etwas unsicher
  • Gewalt/Gore: * bescheiden
  • Sex/Perversion: *
  • Unterhaltungwert: *** durchwachsen, zu umfangreich
  • Gesamteindruck: *** ein paar hundert Seiten zu lang

Kurz gesagt: Viel zu lang und nicht sattelfest im Stil, bei großem Potenzial …


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Der Beitrag [REZENSION]: Chris Wooding: Das Schwert der Könige erschien am 10.11.2019 auf Kultplatz.net


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