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Ausschnitt: Cover Festa: Bryan Smith: Freakshow

[REZENSION]: Bryan Smith: Die Freakshow

Posted on 20/12/201702/07/2026 By Alexander D.
Rezension

Inhalt: Als die Zirkuswagen mit den Freaks durch Pleasant Hills rollen, verändert das die ruhige kleine Stadt für immer. Denn wenn der Vorhang sich hebt, zeigt man nicht die üblichen Tricks. Die Hauptattraktionen sind die Folterungen – und die Stars der Show sind die ahnungslosen Besucher selbst.

Bryan Smith: Die Freakshow

Cover Festa: Bryan Smith: FreakshowRezension: Bruhua! Killer-Klowns from Outer Space! Na gut, ist schon was anderes als dieser vielgeliebte, genial-blöde Kultklassiker des Horror-Films, aber hey, es geht um mörderische Clowns. Unter anderem. Und um überaus wenig anziehende oder gar sympathische Freaks. Und um ziemlich kranke, menschliche Arschlöcher. Und um gewissenloses Töten. Und um fieses, zynisches Abschlachten. Alles durch galligen, bösartigen Humor geschleift.

Bryan Smith ist von der Leine gelassen und serviert in seinem flüssigen, tadellosen Stil ein Dinner der besonderen Art. Die Freakshow ist ein sehr unterhaltsamer Roman mit einigen Wendungen. Das Buch ist ziemlich dicht gepackt mit Action und Absonderlichkeiten und Widerlichkeiten, lässt in keinem Augenblick zu, dass man ungeduldig wird.

Der Roman rast in hohem Tempo und mit einigen verblüffenden Kills durch die Handlung, ohne diese zu vernachlässigen. Der Autor hatte wohl sichtlich Spaß (? hat Bryan Smith Spaß? Manchmal zweifle ich) an der vollkommen abgedrehten Story, einer überaus unterhaltsamen, komplett hirnverbrannten Idee, der man eine gewisse tragische Epik gar nicht mal absprechen kann.

Der Roman unterstreicht an schönen Tagen die Stimmung, weil er Spaß bereitet, er hellt trübe und trübselige Tage auf, weil er Spaß bereitet und ist generell für jede Situation, die nach einem Buch schreit, ideal, weil er … genau. Spaß bereitet. Dabei ist das Buch keine (!) Komödie. Das Vergnügen liegt einzig im Geschick des Autors begründet, diese absurde Geschichte glaubwürdig und seriös zu erzählen, Charaktere zu erschaffen, die nicht unbedingt die totalen Sympathieträger darstellen (das entwickelt sich bei ihm zu einem Thema, erscheint mir), und die Handlung zu einem stimmigen, wenngleich viel zu oft düsteren, Ende zu bringen.

Oh und bevor es so weit ist, lockt er mit sexy Sexszenen und Momenten der Erregung, die er mit abgrundtief bösem Ekelgewürz durchsetzt. Verflucht nochmal. Ziemlich unterhaltsamer Stimmungstöter, der Mann. So wie er pervertiert kein anderer Autor Sexyness (ist das ein überhaupt Wort?).

Bryan Smith ist ein Meister seines Fachs und Die Freakshow ist ein exzellenter Horror-Roman, der gar nicht mehr anstrebt, als zu unterhalten. Das gelingt dem Buch tadellos und uneingeschränkt. Was für ein befriedigendes Leseerlebnis.

Kurz gesagt:

  • abgedreht
  • brutal, ordinär, sexy
  • sehr unterhaltsam

Fazit: absolut ein Lesevergnügen!

Originaltitel: Freakshow; 2007] / Festa H&T 120; 10.2017 / Seiten: 336 / Übersetzung: Rene Ulmer



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Schlagwörter: Horror Humor Science Fiction Sex Spaß Splatter

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