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[REZENSION]: Andreas Gruber: Apocalypse Marseille

Posted on 14/09/201618/01/2025 By Alexander D.
Rezension

cover_gruber_apocalypseInhalt: Brutale Reality-Live-Shows in der Zukunft, Flugmaschinen, die gnadenlose Jagd auf Menschen machen, ein Tierarzt, der seine Familie auslöscht, um ihr Proben aus dem Rückenmark zu entnehmen, und der erfinderische Testpilot Ian Goodwin, der auf einem merkwürdigen Asteroiden notlandet und nur noch zwei Stunden zum Überleben hat. In Grubers Fantasien liegt die Côte d’Azur in Schutt und Asche. Er nimmt uns mit zum Untergang der Titanic, wie er tatsächlich passiert sein könnte, den mysteriösen unterirdischen Maya-Tempeln in Uxmal und in ein bizarres Steampunk-Wien um 1900, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

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Andreas Gruber: Apocalypse Marseille

Luzifer Verlag 2016; ISBN: 978-3-95835-136-8; Seiten: 344

Und schon wieder ein Buch von Andreas Gruber, das ich schlicht unbedingt weiterempfehlen kann. Ich weiß, öd. Dauernd diese guten Bücher vom Gruber. Furchtbar.

Im zweiten Band der gesammelten Erzählungen nehmen wir uns der Science Fiction an. 13 Erzählungen, einige kurz, etliche länger. Von dystopisch bis postapokalyptisch. Von sehr witzig bis überaus ernsthaft. Und – die Enden! Andreas Gruber ist ein absoluter Meister der Schlußpointe. Es sind mir noch selten Storys untergekommen, die irgendwie auf die Schnauze gefallen wären.

Jede der Geschichten von Apocalypse Marseille ist mit einem Vorwort ausgestattet, das oft genug ebenso unterhaltsam wie die Geschichte selbst ist. Und wenn wir die erste Story hernehmen, Sieben Ampullen, dann ist das ein grandioser Auftakt für ein Buch. Sie ist mitreißend, spannend, legt ein rasantes Tempo vor, irritiert und schockiert und läuft auf eine unerwartete Pointe hinaus. Ramada Inn, die zweite Story, ist kurz, ruppig und mündet ebenfalls in eine saugeile Pointe. Story Nummer drei, Biohybriden, ist kurz, knackig und endet mit einer Überraschung. Da zeichnet sich ein gewisses Muster ab.

Ich glaube, der Gruber macht die Sache mit den Pointen absichtlich. Hmmm …

Ich halte die Rezension kurz, dann bleibt euch mehr Zeit für dieses Buch. Lest den Stoff. Unbedingt. So viel kann ich ihn gar nicht schönreden – das Abenteuer der Geschichten ist unschlagbar. Nur ein letztes Mal noch sei mir die Bemerkung erlaubt, dass ich an den Erzählungen von Andreas Gruber seine Treffsicherheit für perfekte Enden sehr schätze. Darüber hinaus auch seinen manchmal flapsigen Stil und den Witz, der mal deutlicher, mal versteckter, zwischen den Zeilen hervorblinzelt. (Oh, ja, die Thriller! Lesenswert.)

Gesammelte Erzählungen in 6 Bänden [Andreas Gruber war so cool, mich von den ursprünglich genannten 10 Bänden auf die richtigen Zahl zu korrigieren :-)], dies ist nach Northern Gothic Band 2. Da kommt noch einiges auf uns zu. Freu, freu, freu, …

Kurz gesagt:

  • pointiert
  • clever
  • vergnüglich

Fazit: Exzellente Storysammlung, unbedingt lesenswert


Andreas Gruber: Apocalypse Marseille [meine Rezension] …

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Schlagwörter: Action Apokalypse Dystopie Postapokalypse Rezensionen Science Fiction What the fuck

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