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[REZENSION]: Graham Masterton: Das Atmen der Bestie

Posted on 07/11/201303/03/2025 By Alexander D.
Rezension

Inhalt: Zitat: Als der Alte Seymour Willis zu mir ins Gesundheitsamt kam, hielt ich ihn für verrückt. „Okay, und ihr Problem ist Lärm im Haus?“ „Nicht Lärm“, sagte er sanft. „Atmen.“ Zitat Ende.

(OT: Charnel House, 1978) Festa Horror Tb 1546, 10/2012; ISBN: 978-3-86552-135-4; Seiten: 249; Übersetzung: Felix F. Frey; Ausstattung: Taschenbuch, Lederoptik; 

Cover Festa: Graham Masterton: Das Atmen der BestieEin wunderbares 1970er Jahre B-Movie.

Der Roman hat alles, was man braucht. Guter Plot, der sich nicht darum kümmert, wie abstrus die Idee ist. Charaktere, die man gerne mag. Jede Menge Action. Genau die richtige Dosis Trash. Der Roman ist unheimlich, überraschend hart und ein wenig sexy, und es spielt nicht die geringste Rolle, wann Masterton die Geschichte geschrieben hat.

Masterton ist ein Meister seines Fachs, der seit einigen Jahren bei uns stark vernachlässigt wurde – von daher, danke für die Wiederentdeckung. (Goldmann hatte in den 1990er Jahren etliche seiner Titel im Programm)

Knappheit mit genügend Details – das klingt absurd, aber wenn man das Buch liest, wird klar, was gemeint ist. Die Geschichte legt von Beginn an ein hohes Tempo vor und das geht nur, wenn man sich nicht in zu vielen Details verliert. Zugleich jedoch liefert Masterton genügend Details, um das Kopfkino mit ordentlich Futter zu bedienen. Und er füttert klasse Stoff.

Das Atmen der Bestie ist rundum perfekt dosiert. Harter Stoff ist vorhanden, aber keine zu grotesken Extreme. Wir haben einen mythologischen Unterbau, gerade genug, um uns nicht mit Details zu erschlagen. Der eine oder andere Moment in einem der wirklich guten, alten John Carpenter Filme ist auch vorhanden (und die Filme entstanden alles später und haben rein gar nichts mit dem Buch zu tun).

Masterton verzichtet auf irgenwelche Pseudoerklärungen und sonstiges Brimborium, er knallt uns diese Bestie um die Ohren, lässt sie spielen und wenn er uns das Ding dann wieder wegnimmt, sind wir zufrieden und hatten einen schöne Zeit am Spielplatz.

So habe ich Masterton von früher in Erinnerung und entsprechend groß war meine Freude, meine Erinnerungen bestätigt zu bekommen. Gepflegter Horror mit einer wohltuenden Prise Trash, alle Zutaten genau richtig dosiert und mit einer überaus erfreulichen Leck-mich Einstellung gewürzt.

Cooles Buch.

Kurz gesagt:

  • spannend
  • schnell
  • Kopfkino

Fazit: was für ein Vergnügen


.

 

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Schlagwörter: Festa Verlag Graham Masterton Horror Splatter Thriller

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