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[REZENSION]: Paolo Bacigalupi: Versunkene Städte

Posted on 28/11/201302/07/2026 By Alexander D.
Rezension

Inhalt: Unsere Welt ist nicht mehr dieselbe. Nach der Klimakatastrophe und dem Anstieg des Meeresspiegels sind zahlreiche Küstenregionen überflutet. Rohstoffmangel, genetische Manipulationen und politische Wirren haben ihr Übriges getan, um die Welt ins Chaos zu stürzen. Die beiden Kinder Mahlia und Mouse sind Flüchtlinge, die das Gebiet der Versunkenen Städte verlassen wollen – die Gegend, die früher einmal Washington DC genannt wurde. Im angrenzenden Dschungel treffen sie auf einen schwer verletzten Halbmenschen und wollen ihm helfen, als sie von einem Trupp Kindersoldaten entdeckt und voneinander getrennt werden. Auf einmal steht Mahlia vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Soll sie alles für ihren Freund riskieren? Oder soll sie nach dem einen Ort suchen, an dem Frieden und Freiheit noch möglich zu sein scheinen …

Inhalt

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  • Paolo Bacigalupi: Versunkene Städte
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Paolo Bacigalupi: Versunkene Städte

(OT: The Drowned Citys, 2012) Heyne 08/2013; ISBN: 978-3-453-53446; Seiten: 477; Übersetzung: Hannes Riffel; Ausstattung: Taschenbuch

Cover Heyne: Paolo Bacigalupi: Versunkene StädteVersunkene Städte und Schiffsdiebe haben eines gemeinsam: Den Halbmenschen Tool. Chronologisch gesehen ist dieses Buch der zweite Band, trotzdem in sich abgeschlossene Band der Ship Breaker Serie.

Versunkene Städte ist ein hochwertiger, spannender, konstequenter, sehr schön geschriebener und mit Details ausgefüllter Roman. Das Buch ist trotz der jugendlichen Protagonisten an ein eher erwachseneres Publikum gerichtet und erweitert das scheußlich-schöne, morbide Panorama, das in den Schiffsdieben zum ersten Mal zu sehen war.

Erschreckend und vor allem erschreckend realistisch erscheint die von Bacigalupi entworfene Zukunft, mit geschaffenen Kreaturen wie Tool, mit dem Zerfall der Weltordnung in ein Chaos aus Kriegsherren, marodierenden Banden, Kindersoldaten und Konzernen, die auch vor Waffengewalt nicht zurückschrecken.

Mag das Ambiente von Versunkene Städte asiatisch anmuten, so ist es doch auf dem von Naturgewalten und Menschen zerrissenen amerikanischen Kontinent angesiedelt. Irgendwie wirkt diese Zukunft gar nicht so weit entfernt, um das Buch einfach als simplen Unterhaltungsroman zu nehmen. Dazu gibt es zu viele Details, die aus unserer Gegenwart stammen.

Bacigalupi beherrscht es meisterhaft, realistische Welten zu entwerfen, ihnen und der darin angesiedelten Geschichte mit bitterer Konsequenz treu zu bleiben und das Ganze auch noch fesselnd zu erzählen. Der Mann ist einer der großen, ernstzunehmenden Autoren unserer Zeit, wenn es um die Vorausschau unserer möglichen Entwicklung geht.

Ich kann Versunkene Städte nur jedem Leser ans Herz legen. Das Buch ist eine überaus befriedigende, wenn auch nicht unbedingt fröhlich stimmende Lektüre. Es funktioniert tadellos als spannender Roman, es funktioniert hervorragend als Auseinandersetzung mit uns Menschen und unserem Charakter und – es ist eine sehr realistische Utopie.

Was sich bei Biokrieg, einem atemberaubend fesselnden Blick in die Zukunft schon gezeigt hat, bestätigt sich hier neuerlich: Bacigalupi ist schlicht großartig.

Kurz gesagt:

  • intelligent
  • realistisch
  • konsequent

Fazit: belohnende, befriedigende Lektüre


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Schlagwörter: Action Dystopie Romanserien Science Fiction Utopie Zyklus

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