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Ausschnitt Cover: Jack Ketchum - Ich bin nicht Sam, Festa

[REZENSION]: Jack Ketchum, Lucky McKee: Ich bin nicht Sam

Posted on 09/03/202014/07/2026 By Alexander D.
Rezension

INHALT: Patrick wird durch ein Weinen aus dem Schlaf gerissen. Seine Frau Sam liegt zusammengerollt auf dem Boden des Schlafzimmers und schluchzt.
Als er versucht, Sam zu trösten, lässt sie sich nicht von ihm anfassen. Und dann dreht sie sich zu ihm um und sagt mit der unschuldigen Stimme eines kleinen Mädchens: »Ich bin nicht Sam.« 
In den folgenden Tagen muss Patrick zusehen, wie seine geliebte Frau eine völlig neue Persönlichkeit entwickelt. Die Frau, die einst Sam Burke war, ist jetzt die fünfjährige Lily …

Cover: Jack Ketchum - Ich bin nicht Sam, FestaBUCH: Originaltitel: I’m not Sam; 2012 / Verlag: Festa Special 1 / Umfang: 176 Seiten / Übersetzung: Thomas Schichtel / Ausstattung: Hardcover, Lesebändchen, Bonusstory

REZENSION: Eine sehr böse und spannende Novelle. Jack Ketchum war ein Autor, den dieser Rezensent wirklich gern gemocht hat. Ketchum hat eine manchmal trocken und kalt wirkende Erzählweise, fast dokumentarisch auch in den blutigen Details. Aber in diesem Stil liegt die Wirkung der Bücher begründet, die oftmals heftig unter die Haut gehen und lange nachwirken. Etliche Werke Ketchums sind tatsächlich Nacherzählungen realer Geschehnisse. Manche, wie dieses Bändchen, sind tief aus dem Unterbewusstsein gegriffen und laufen auf eine Ohrfeige von Finale hinaus – besonders wenn wie hier vorliegend auch noch eine ergänzende Erzählung vorhanden ist, die einen kurzen Blick auf das Geschehen nach dem Ende der Geschichte wirft.

Ich bin nicht Sam ist ein Kammerspiel, das wir als Leser auf seine Reise ins tiefste Unbehagen begleiten. Uns Seite für Seite in die sich anbahnenden Abgründe zu geleiten, ohne die Chance auf Gegenwehr, das haben die Reiseführer hier richtig gut gehandhabt. Hut ab davor, denn wenn man möchte, kann man sich ruhig mal selbst die Frage nach dem eigenen Handeln in dieser Situation vorstellen. Die moralische Seite der Geschichte ist gar nicht so einfach zu klären und das ist das Hinterhältige daran.

Wie auch immer man die Geschichte lesen mag, sie fesselt. Und die Bonusstory ist ein Sahnehäubchen obendrauf. Jack Ketchum war ein verflucht guter Autor, der es verstanden hat, überaus wirkungsvolle Bücher zu schreiben. Ich bin richtig glücklich, dass Festa doch noch einige von Ketchums Werken rausbringt, die Heyne seinerzeit ignoriert hat. Ich bin nicht Sam ist eine lesenswerte Bösartigkeit von Geschichte, bei der der Teufel im Detail steckt.


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Zusammenfassung:

  • Anspruch/Stil: **** sprachlich geradlinig, authentisch
  • Gewalt/Gore: ** so gut wie nicht vorhanden, Gewalt ist mehr psychologisch
  • Sex/Perversion: **** wenig aber guter Sex, und sehr viel sexuelles Unbehagen
  • Unterhaltungwert: ***** sehr hoch
  • Gesamteindruck: **** gefinkelte und sehr böse Geschichte

Kurz gesagt: fiese und gefinkelte Novelle, absolut lesenswert



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Der Beitrag [REZENSION]: Jack Ketchum, Lucky McKee: Ich bin nicht Sam erschien am 09.03.2020 auf Kultplatz.net …


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Schlagwörter: Horror Jack Ketchum Psychothriller What the fuck

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