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[REZENSION]: Clark Ashton Smith: Die Grabgewölbe von Yoh-Vombis

Posted on 05/11/201303/03/2025 By Alexander D.
Rezension

Inhalt:
Die unentdeckte Insel; Das Ungeheuer aus der Prophezeiung; Der Brief aus Mohaun Los; Das Gorgonenhaupt; Die Epiphanie des Todes; Eine nekromantische Geschichte; Die Unsterblichen des Merkur; Ein Leichnam zuviel; Die namenlose Ausgeburt; Die Knospen des Grabes; Will Murray: Der Mars-Zyklus von Clark Ashton Smith; Die Grabgewölbe von Yoh-Vombis; Der Herrscher der Tiefe; Vulthoom; E. Hoffman Price: Erinnerungen an Klarkash-Ton; Scott Connors und Ron Hilgers: Anmerkungen zu den Erzählungen

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Clark Ashton Smith: Die Grabgewölbe von Yoh-Vombis

Cover: Festa: Clark Ashton Smith: GrabgewölbeOriginalausgabe 2012 Festa Verlag; ISBN: 978-3-86552-089-0; Seiten: 415; Ausstattung: Hardcover, Lesebändchen, Lederoptik, Erinnerungen, Anmerkungen; 

Band 2 der gesammelten Erzählungen von Clark Ashton Smith in der Lovecrafts Bibliothek des Schreckens. Ohne groß herumzureden – großartig. Schlicht und ergreifend großartig. Es erscheint beim Lesen geradezu als himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass CAS so unterschätzt und vergessen worden ist, während HPL so hochgelobt wird. Nichts gegen Lovecraft, auf gar keinen Fall, aber Clark Ashton Smith war, wenn man ihn liest, eigentlich noch weit durchgeknallter als der Mann, mit dem er in regen Kontakt stand.

Smith ist verrückte Science Fiction mit Horrorelementen oder Horror mit Science Fiction Elementen, ganz wie man ihn lesen mag. Er weckt beim Lesen überaus farbenprächtige Bilder, die streckenweise so surreal anmuten wie ein Gemälde von Dali. Die modernen Bizarroautoren können bei ihm lernen, der Kerl war Bizarro, lang bevor es diese Bezeichnung gab.

Interessant ist auch, dass sich Clark Ashton Smith heute noch viel moderner liest als Howard Phillips Lovecraft oder Robert E. Howard, wo sie doch etliche Jahre zugleich tätig waren und zumindest thematisch in Verbindung standen. Als Autor war Smith seinen Kollegen auf jeden Fall stilistisch überlegen, oft genug auch im Ideenreichtum.

Wie schon im vorigen Band bietet auch dieses Buch reichlich Sekundärinformation, hier geradezu »making of« Beiträge zu einzelnen Texten. Ein exzellenter Einblick in die Schreibwerkstatt einer anderen Zeit.

Mag die Rezension vielleicht etwas kurz sein, so gilt es doch, jeder Leser möge Clark Ashton Smith für sich selbst entdecken und selbst sehen, was ihn an diesem sträflich unbekannten Genie der überbordenden Fantasie gefällt. Ich bin überaus angetan von den Texten und von der Aussicht, dass der Festa Verlag sich vorgenommen hat, die gesammelten Erzählungen herauszubringen. Das ist ein mutiges Unterfangen, das auf alle Fälle unterstützt gehört, da man nur durch das Lesen erkennt, welch einen Reichtum an Staunen und Begeisterung die Lektüre von Clark Ashton Smith beinhaltet.

In diesem Sinne, lest Clark Ashton Smith!

Kurz gesagt:

  • farbenprächtig und durchgeknallt
  • sehr interessantes Sekundärmaterial
  • eine wunderschöne Edition

Fazit: absolut eine Empfehlung


.

 

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Schlagwörter: Clark Ashton Smith Cthulhu Fantasy Horror Lovecraft

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