[TRAILER]: Pig (zum allerletzten Mal zu sehen)

Poster: PigPig war mir unbekannt. Der Trailer sieht nach einem abenteuerlich billigen Horrorstreifen aus – und mit einem Budget von 3000 Dollar ist er das auch. Entstanden 2010 (ein später Exploitation Film?), wurde nie außerhalb von Festivals gezeigt und wird jetzt beim SXSW Filmfestival in Austin, Texas zum allerletzten Mal gezeigt, um dann für immer (ha!) zu verschwinden – auf Wunsch der Filmemacher.

Der Trailer, wenngleich purer Trash, sieht gar nicht mal so schlecht aus. Unterhaltsamer Trash, den man sofort wieder vergisst. Was den Film allerdings doch interessant macht (vielleicht, ich habe ihn nie gesehen), sind ein paar der Begleitumstände, die man ausführlicher bei Bloody Disgusting nachlesen kann:

Bei einem 3000 Dollar Budget und 80 Minuten Laufzeit, wurde der Film in einer einzigen, durchgehenden Aufnahme gedreht. Er ist vollständig (schwer vorstellbar) improvisiert. Regisseur und Hauptdarsteller fühlen sich unwohl mit dem Streifen. (Die IMDb behauptet eine Laufzeit von 70 Minuten.) Autor und Regisseur haben den Film nie für die Vermarktung vorgesehen gehabt.

Die Leserkommentare auf der IMDb, wiewohl stets mit großer Vorsicht zu genießen, sind gar nicht mal so übel, wenngleich vom himmelhochjauchzenden Lob (und Selbstlob, frei nach dem Motto: Klappern gehört zum Handwerk) weit entfernt, das Bloody Disgusting absondert.

Poster: Pig (Lobby Card) Poster: Pig (Lobby Card)Ich vermute mal, unterm Strich bekommt da ein engagiertes, kleines Filmchen von ein paar Leuten, die das Teil für sich selbst gedreht haben, etwas mehr Aufmerksamkeit, als es bräuchte. Aber das Poster und die Lobbycards sind wirklich gut gemacht und der Trailer kommt gut rüber.

Ach ja, der Inhalt: A deranged psychotic spends his summer day deciding how to deal with the three captives he has chained up on his land. With only his own troubled mind and his dim-witted companion available to guide him and the fate of his victims, the disturbed man makes violent choice after violent choice. No one is safe and no taboo is left unbroken.

Ich wage mal die Behauptung, dass der Film bei weitem nicht so sensationell ist, wie die Präsentation. Er scheint viel mehr an eine Reihe von Filmen wie dem originalen I Spit On Your Grave (1978) oder Mothers Day (1980) und anderen Hardcore B-Movies angelehnt, die teilweise schon Jahrzehnte früher entstanden. Quasi eine Art von Null-Budget Version dieser auf ihre Art richtungsweisenden Klassiker des Exploitation Films. Auch fällt mir Abel Ferrara mit Ms. 45 (1981) und Bad Lieutenant (1992) ein – und eine ganze Latte von Streifen, die rau, ungeschliffen und voyeuristisch detailverliebt ihre Grausamkeiten präsentiert haben.

Das alles ist wohl viel zu weit gedacht für diesen Film. Vor allem, weil ich ihn nicht kenne. Aber dieser Trailer ist gut.


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https://youtu.be/bA8fwYubBxc

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