[SPECIAL]: Der Beam Shop (UPDATE 03) …

Beam Shop Screenshot 01UPDATE 03: 22.01.2018: Im Leserkommentar hat mich Sven Klöpping darauf hingewiesen, dass der Beitrag immer noch online ist. Er ist nur übersiedelt und nicht mehr auf Deutsche SF, sondern auf seiner Sternwerk Site. Sternwerk ist nicht nur der Name der privaten Website, sondern auch der einer von Sven betreuten Buch-Edition innerhalb des Verlags p.machinery.

Es scheint, als ob das Problem immer noch nicht gelöst wurde. Nach fast 4 Monaten ist das mehr als nur bitter und eigentlich auch gar nicht mehr zu verstehen.


UPDATE 02: 09.10.2017: Sven Klöpping hat seinen Beitrag offenbar zurückgezogen – man wird statt dessen mit einer der üblichen Variationen von Ups, Link nicht gefunden begrüßt.

Dafür hat jetzt Stefan Holzhauer auf PhantaNews nachgesetzt – mit sehr unlustigen Erfahrungen – seit gestern! Das klingt zwar alles nach haarsträubenden technischen Schwierigkeiten und nicht nach böser Absicht, aber es ist durchaus entmutigend.

Mal schauen, wie es weitergeht. Sehr bedauerlich, das alles …


UPDATE 01: 08.10.2017: Heute habe ich in einem Beitrag von Sven Klöpping auf Deutsche Science Fiction eine ziemlich ungustiösen Beitrag lesen müssen. Demnach ist das Verhalten des Beam-Shop bei Abrechnunge von Self-Publishern mehr als fragwürdig. Klöpping kann mit eine Screenshot auch schwer wiegende Belastungen vorlegen.

Die Artikel, auf die Klöpping zusätzlich verweist, sind aktuell leider nur bedingt als Unterstützung tauglich, verweisen sie jedoch zeitlich zurück ins Jahr 2015. Das ist in einem schnelllebigen Medium wie dem Internet und bei Shops, deren Belegschaften im Stundentakt wechseln können, zwar ein Indiz, aber kein Nachweis für aktuelle Probleme.

Trotzdem ist der Screenshot natürlich bedenklich und ein inkorrektes, mag es auch technisch oder aus personeller Unerfahrenheit/Überlastung auftretender Defekt ausgerechnet bei der Abrechnung ist desaströse PR und darf nicht passieren. Mein – unten – originaler Artikel über Beam bleibt bestehen, da er meine persönliche Sicht und Erfahrung als Kunde betrifft.

Auf den in meinem Beitrag angedeuteten Versuch, das Self-Publishing Service von Beam zu nützen, werde ich allerdings – bis auf weiteres – verzichten. Sollte eine Klärung der Befindlichkeiten publik werden und sich zum Wohlgefallen von Sven Klöpping lösen, denke ich nochmal darüber nach.

In der Zwischenzeit bin ich einfach mal sauer und traurig, dass ein Projekt, das auf den ersten Blick so toll gewirkt hat, wie ein praktischer, funktionabler Genre-Shop mit gutem Service, durch solche Zwischenfälle sich schon wieder ins fragwürdige Licht bugsiert.

Und dann wundern und ärgern und kränken und schimpfen die Leute darüber, dass man auf Amazon setzt. Welch Überraschung. 🙁


Das ist eine Premiere auf Kultplatz.net – die Rezension eines Shops.

[Die Screenshots sind, wie gewohnt, alle mit einem Klick zu vergrößern.]

In diesem Fall geht es um einen Klassiker, den Beam Shop. Beam ist eine Besonderheit. Ein auf Genre-Literatur spezialisierter eBook-Laden, der immer schon auf hartes DRM verzichtet hat und sich seine ersten Lorbeeren als zentrale Anlaufstelle für Self-Publisher verdient hat. Mit der Übernahme durch Lübbe begann eine Phase der Schwierigkeiten, aus der man sich heute freigekämpft hat und autonom agiert.

Konzernmutter Lübbe ist dezent im Hintergrund verschwunden, allenfalls durch die Anschrift im Impressum gegenwärtig und Beam arbeitet laufend an Verbesserungen und Innovationen, am Ausbau des Sortiments und nicht zuletzt an einem bequemen, leicht bedienbaren Shop.

Die aktuelle Neuerung ist die überarbeitete Bibliothek – und auf die werfen wir mal einen kurzen Blick.

Beam Shop Screenshot 02

Die Bibliothek wird unübersehbar auf der Startseite angekündigt und findet sich in der aufgeräumten Header-Navigation, rechts oben, zwischen Navigation und Warenkorb. Ein Klick auf das unmissverständliche Symbol bringt uns zu einer Anmeldeseite, die für Bestandskunden und Neukunden eingerichtet ist.

Das Formular ist übersichtlich, will bei der Erstanmeldung nicht allzu viele Daten haben. Ich habe mich schon länger nirgends mehr angemeldet, wo ich das Passwort nur 1x eingeben musste, das sorgt im ersten Moment für eine Irritation.

Wie dem auch sei, am Ende des übersichtlichen Formulars, das tatsächlich gar nicht viel vom User will, wartet der Button mit der Aufschrift “Weiter” und schwupps – schon sind wir im Kundenkonto.

Zu der Zeit trudelt dann auch schon die eMail mit der Bestätigung der Anmeldung ein. Das möchte ich an der Stelle anmerken: Sei es beim Formular oder beim Kauf selbst, die dazugehörenden eMails sind sehr schnell da. Hier kann man locker mit dem Größten der Großen mithalten und das ist ein sehr positiver erster Eindruck.

Beam Shop Screenshot 03Das Konto präsentiert sich auf den ersten Blick sehr aufgeräumt und übersichtlich, die Navigation ist unmissverständlich und präsentiert mir eine Überraschung – die Option “Self-Publisher“.

Sieh einer an, dieses Türchen wird immer noch offen gehalten, auch wenn man nicht viel Wind darum macht. Im Gegenteil, ich habe nichtmal in der Selfpublisher-Bibel diesbezüglich etwas gelesen. Und wenn der Matting da nichts erzählt, dann weiß er es nicht.

Da bin ich jetzt aber doch sehr neugierig, wie das klappt. Vielleicht probiere ich das ein anderes Mal aus. Ein Spiel mit Exklusiv-Titel oder ähnliches. Mal schauen. Aber ich schweife ab, zurück zum eigentlichen Thema, der Bibliothek.

Die Bibliothek von Beam:

Die Bibliothek ist eine Übersichtsseite, die sich in Serien und Einzeltitel gliedert. Leer sieht das Ganze recht unspektakulär aus, wie der Screenshot zeigt. Es ist auch nicht viel damit anzufangen, bis man seine Käufe getätigt hat. Dann spielt dieses Areal sein Können aus.

Beam Shop Screenshot 04Beam ist ein Genre-Shop und Serien sind gerade bei Science Fiction und Fantasy ein unendliches Thema. Die paar Serien, denen ich die Treue halte, sammle ich in Print-Form (mal ehrlich, die Ziegelsteine von Brandon Sanderson sind einfach haptisch geil), deshalb werde ich mir für diesen Versuch nichts in Sachen Serien anfangen.

Ich widme mich Einzeltiteln und habe eine ziemlich klare Vorstellung davon, was ich will. In dem Zusammenhang: Wer sich inspirieren lassen möchte, findet bei Beam einen kleinen, feinen Artikel: 6 Bücher für Science Fiction-Fans und alle, die es werden wollen. Kurz und knackig und die Plätze 1-4 sind genau nach meinem Geschmack. Teufel auch, die Plätze 1 und 3 habe ich sogar für mich ausgewählt! Sehr witzig. Die sechs Bücher sind eine gelungen Auswahl.

Also, was will ich lesen? Nun, als Verehrer von Philip K. Dick wähle ich diesen Band. Der Omnibus enthält 3 seiner Meisterromane: Blade Runner, Ubik, Marsianischer Zeitsturz. Zwar habe ich die Titel einzeln als Taschenbücher daheim, aber ausgerechnet Philip K. Dick nicht auf einem Reader zu haben, erscheint mir doch grotesk.

Dazu wähle ich Dunkelheit und Licht von Connie Willis. Von ihr habe ich schon viele Jahre nichts mehr gelesen, Asche auf mein Haupt. Willis ist eine Meisterin in Sachen Zeitreise-Romane und hat einen Sinn für Absurdes. Einer ihrer früheren Titel, Die Jahre des schwarzen Todes, gilt heute schon als moderner Klassiker. Die Duologie klingt nach feinem Stoff und kommt für den Test gerade recht.

Also, rein in den Warenkorb, ab zur Kassa. Ebenfalls schlicht und extrem übersichtlich gehalten. Generell sticht die schlichte Aufgeräumtheit des Kontos hervor und weiß zu gefallen. Die Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten ist mehr als ausreichend, die Einrichtung geht flott und ohne Pannen. Kauf erledigt. Von dort wird man zurück in den Shop geführt und von dort wieder ins Konto. Der Zwischenschritt über den Shop ist wohl eine Sache der Gewohnheit.

Beam Shop Screenshot 05So. Jetzt rufe ich die Bibliothek auf und da sind auch schon meine Bücher. (Erscheinungsdatum, Kaufdatum, Format, alles säuberlich aufgelistet. Die Liste ist nach Belieben umsortierbar, rechts neben den Titeln ist der Link, um die Dateien runterzuladen. Schritt für Schritt legt man sich hier eine Liste aller erworbenen Titel an. Wer Serien in seiner Bibliothek ansammelt, wird mit weiteren Übersichten und Hinweisen auf ein laufendes Abo etc. versorgt.

Nähere Infos bezüglich der Serien bietet auch die Übersichtsseite zur Bibliothek. Diese Übersicht ist ein wenig überladen, aber man findet die gesuchten Informationen trotzdem recht schnell.

Der große Clou der Bibliothek ist der Download. Macht man, wann man will. Kann man sofort machen oder irgendwann. Ganz nach Gefallen. Den Vorgang selbst übernimmt der eigene Browser. Laden und Speichern, wie es jeder Benutzer kennt und für sich persönlich eingerichtet hat. Einfach, übersichtlich, bequem.

Tja, das war es eigentlich auch schon. Die Dateien sind bei mir, Fall erledigt. Ausgeloggt. Einfach und bequem.

Bilanz des Beam-Shops:

Es gibt nicht viel zu meckern. Wo es meiner Meinung nach Verbesserungen geben könnte, ist es wohl eine Frage der Zeit, da es sich ausschließlich um technische Eigenheiten handelt, die wohl im Rahmen der Ressourcen abgearbeitet werden. Machen wir es simpel mit plus/minus:

Plus: Das Kundenkonto ist tadellos übersichtlich und einfach zu handhaben. Der Shop reagiert sehr schnell auf Klicks. Die Bibliothek besticht durch ihr schlichtes Design, die Übersichtlichkeit und die Möglichkeiten, die Reihungen nach eigenem Gefallen umzustellen. Beam ist es gelungen, einen Shop einzurichten, der mindestens genauso komfortabel ist wie jener von Amazon – ABER: übersichtlicher! Nicht so überladen, klarer. Unaufdringlich. Sehr, sehr gut gelungen. Das erscheint mir als sehr respektable Leistung und erhöht beim hantieren die Sympathiewerte beträchtlich.

Minus: Die Suchfunktion des Shops ist etwas großzügig und findet zu viel, das man nicht sucht. Im Shop selbst wäre es wünschenswert, gäbe es die Autorennamen als Links. Firefox, Chrome und Opera funktionieren als Browser tadellos, bei Vivaldi verweigert die Bibliothek ihre Mitarbeit. Edge/IE habe ich nicht getestet (das ist jetzt Meckerei auf hohem Niveau, weil ich persönlich Vivaldi mag und Chrome verabscheue). Ich hätte auch gern eine Möglichkeit, die Cover größer zu sehen.

Zusammenfassung/Ausklang:

Insgesamt bin ich vom Ergebnis meines Probegalopps überaus angetan und kann in Wahrheit vorwiegend nur Positives sagen. Mein Gemecker hängt sich an Kleinigkeiten auf, die man nicht mehr bemerkt, wenn man sich an die Eigenheiten gewöhnt hat. Beam präsentiert sich als hochwertiger und durchdachter Spezial-Laden, der es verdient hat, ein großes Publikum zu finden.

Schon deshalb, weil es wichtig und gut ist, einen Genre-Shop zur Verfügung zu haben. Bietet sich doch hier für die kleineren Verlage und für selbständige Publisher die Möglichkeit, eher gesehen zu werden, als in den riesigen Gemischtwaren-Shops von Amazon oder gewissen Möchtegern-Konkurrenten. Und für Leser/Suchende ist es auch einfacher, sich hier einen Überblick zu verschaffen – trotz der großzügigen Suchfunktion.

Wohl und Weh eines Online-Shops hängen zu einem beträchtlichen Teil vom Bedienkomfort ab. Und in dieser Hinsicht hat Beam erstklassige Arbeit geleistet. Hätte ich in der Form nicht erwartet.

Das ist mir jetzt alles sehr sympathisch. Daumendrücken für Beam!

Spread the Gospel! 😉


Nochmal die Links in einer Übersicht:

Beam Shop: Startseite

Beam Shop: Das “Handbuch” zur Bibliothek

Beam Shop: 6 Titel zum Einstieg in die SF

Beam Shop: Philip K. Dick: Blade Runner/Ubik/Marsianischer Zeitsturz

Beam Shop: Connie Willis: Dunkelheit

Beam Shop: Connie Willis: Licht


Beam Shop - Banner Fantasy


Der Beitrag [SPECIAL]: Der Beam Shop – verdammt gut gelungen … erschien zuerst auf Kultplatz.net


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Hi!

Ich habe meinen Artikel nicht wirklich zurückgezogen. Er steht weiterhin auf meiner Website: http://sternwerk.net/www/2017/10/19/beam-ebooks-unserioes/

Danke für die Unterstützung (auch wenn’s wohl nichts bringen wird)!

Sven Klöpping

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