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Hatchet

dvd hatchetHatchet

USA 2006; 1.78:1, ca. 81min B+R: Adam Green D: Joel David Moore, Tamara Feldman, Kane Hodder, Robert Englund, Tony Todd Bonus: making of, interviews, featurettes, bloopers...

Der Spruch auf der Tinbox des Films ist ja im Grunde genial:  

"Es ist kein Remake. Es ist keine Fortsetzung. Und es ist nicht nach einer japanischen Vorlage. Old School American Horror."

Das weckt Erwartungen. Sehr hohe Erwartungen. Zumindest an sowas wie Evil Dead 2 oder ein ähnlich derbes Vergnügen.

Auch hier spielt Robert Englund, allseits geliebter Freddy Krueger mit. Und der Candyman persönlich, Tony Todd. Sogar Kane Hodder alias Jason Vorhees gibt sich hier die Ehre, das Böse in den Sümpfen bei New Orleans zu spielen.

Das Ergebnis fängt stark an und lässt ebenso nach. Leider. Klassischer altmodischer Splatter, ausreissen von Armen und abhacken von Köpfen, hohe Sprühfontänen, ausweiden, nackte Brüste, dumme Tussies, der Nerd, alte Klugscheisser, der Idiot, die Überlebende, Regennacht, ein verlassener Friedhof, Sümpfe, Alligatoren, alles da.

Aber irgendwie versucht der Film derartig klassisch zu sein, das er auf die Schnauze fällt. Er ist weit weniger komisch als er glaubt. Der Autor und Regisseur hat sich selbst dabei ausgetrickst, cleverer sein zu wollen, als es den Anschein hat. Er wollte so selbstironisch witzig sein, das daraus Dummheit geworden ist.

Der kurze Auftritt von Robert Englund hat Klasse und Witz. Englund hat offenbar einen Faible für diverse merkwürdige Dialekte. Tony Todds kurze Einlage ist grossartig, voller Selbstironie. Kane Hodder ist undankbarerweise auf das Monster festgelegt und kann nur grunzend durch die Gegend laufen. Diesmal eben ohne Hockeymaske. Sonst benutzt er ähnliches Werkzeug wie in der Serie.

Das Problem ist, der Film reduziert "Old School American Horror" auf simples Slashen. Lustig, ja. Extrem blutig, sehr wohl. Aber die Witze dazu sind grauenhaft dumm. Der Film macht sich über seine Protagonisten lustig und das ist tödlich. Damit bleiben nur mehr Witzfiguren und keine Person, der man das überleben wünscht. Schade, schade. Damit ist die Sache verhaut.

Der wirkliche Ärger allerdings ist das vollkommen abrupte Ende. Das ist so plötzlich, das es keinen Spass macht. Und wieder stolpert der Film über seinen Versuch, klüger zu sein als es notwendig wäre. Man beendet den Film und ist über das Ende verärgert. Dabei könnte man wenigstens über das Gemetzel erfreut sein. Aber die Freude daran wird durch den Schluss total verdorben.

Fazit: Gescheiterter Versuch altmodisch originell zu sein. Verzichtbar.