The Fountain
USA 2006; 1.85:, ca. 93min B+R: Darren Aronofsky D: Hugh Jackman, Rachel Weisz, Ellen Burstyn Bonus: making of, Interview-Featurettes, Die Filmmusik
Ähm, The Fountain besteht aus drei ineinander verwobenen Geschichten, die bescheiden knapp tausend Jahre umspannen. Alle drei Geschichten drehen sich um das ewige Leben und die Liebe. Aronofsky überlässt es dem Zuseher, seinen streckenweise esoterisch anmutenden Film zu deuten oder in ihm zu sehen, was er möchte. Insofern ist es etwas mühselig zu versuchen, die Handlung ausführlicher als rudimentär zu beschreiben:
Im 16. Jahrhundert schickt die durch die Inquisition in Bedrängnis geratene spanische Königin ihren Conquistador Tomas in den Dschungel nach Südamerika, um den Quell des ewigen Lebens zu finden. In der Gegenwart ist der Wissenschaftler Tom damit beschäftigt, das Leben seiner sterbenskranken Frau zu retten, bis er den Krebs, bis er den Tod heilen kann. Die Sterbende schreibt an einem Roman über den Conquistador. Fünfhundert Jahre später hat Tom scheinbar einen Weg zur Unsterblichkeit gefunden.
Wie auch immer das schon vor ewigen Jahren mit Brad Pitt geplante Werk ausgesehen hätte, das Ergebnis ist ein wunderschöner, rätselhafter Film, der seine Zukunftsszenen auf eine Art präsentiert, wie sie in Science Fiction vollkommen unüblich ist. Ein bisschen störend wirken die religiös anmutenden Untertöne schon, jedoch sind sie dezent genug, um den Genuss der prächtigen Bilder und der unüblichen Erzählform nicht zu trüben.
Wie immer ist Aronofsky etwas anstrengend, diesmal jedoch im Gegensatz zum masslos überschätzen Pi und zum zermürbenden Requiem for a Dream angenehm befriedigend. Der Regisseur hat einen ausgesprochenen Faible für leicht jenseitige Geschichten voll morbider Schönheit und depressiver Stimmung. Sogar der von ihm geschriebene und von David Twohy inszeniert U-Boot Horrorfilm Below (2002) hatte etwas ätherisches an sich.
Fazit: Ein anspruchsvoller Rätselfilm voll wunderschöner Bilder