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Shoot 'em up

bluray shootemupShoot 'em up

USA 2007; 2.35:1; ca. 83min B+R: Michael Davis D: Clive Owen, Paul Giamatti, Monica Bellucci Bonus: Audiokommentar, dokus


Clive Owen hat einen Faible für bizarre Filme wie diesen hier. Oder Sin City. Und er hat ein grenzgeniale Stimme. Und was er auch hervorragend kann, ist vollkommen stoisch dreinschauen und ernsthaft an Karotten knabbern.

Wie in diesem total durchgeknallten Spass, der eigentlich von Beginn an ein einziges Nonstop-Geballere mit ein paar äusserst brutalen Karottenwitzen ist. Der erste Film in dem Karotten als mörderische Waffen eingesetzt werden. Sonst tauchen Karotten ja eher im Zusammenhang mit ... naja, lassen wir das.

Mr. Smith sitzt eines Abends auf einer Bank an einer Busstation und beobachtet eine Schwangere, die vor einem Brutalo flüchtet. Das stört ihn und so mischt er sich ein. Der Auftakt des Films ist eine unglaublich durchgeknallte Ballerei, in derem Verlauf die Schwangere das Kind bekommt und Mr. Smith mit einer Hand Hebamme spielt, während die andere ununterbrochen den Abzug betätigt.

Wobei dieser zum schiessen komische Unfug eine relativ normale Szenerie in diesem Film darstellt, von der ausgehen der Film sich in immer abstrusere Actionszenen und Handlungsdreher steigert. Den Unfug, der hier verbrochen wird, muss man einmal gesehen haben. Auch neu ist die ausgiebige Verwendung von zerschossenen Leuchtreklamen, um einander zu beschimpfen. Toll!

Der Film stellt so ziemlich jeden Quatsch, den Bruce Willis jemals in den Stirb Langsam Filmen angestellt hat, locker in den Schatten. Und ununterbrochen Karotten und "What's up, doc?" Sprüche.

Das der Film auf ein ernsthaftes Thema hinauswill, nimmt er selbst nicht ernst, sondern ist bloss der Vorwand für all das Geballere. Das ist wohltuend unbemüht und entspannt. Paul Giamatti ist ein grandioser Bösewicht, vollkommen überdreht, ununterbrochen am Handy, dabei gebildet und mit abgrundtief bösem Humor ausgestattet. Der Spass, den Giamatti an der Rolle hatte, der macht seine Figur zu einem wunderbaren Bösewicht.

Monica Bellucci ist wie immer rattenscharf und stolpert als Fetischnutte für sehr spezielle Kunden hinter Clive Owen durch, der jeden Superhelden mit seiner beiläufigen Coolness in den Schatten stellt. Wie gesagt, Clive Owen hat in dieser Rolle die Worte "supercooler Überheld" auf seiner Stirne tätowiert.

Die Karottenlobby sollte sich freuen, soviel Action hat noch kein Gemüse ausserhalb eines Pornostreifens erlebt.

Der Film ist die beste Comicverfilmung, die nicht auf einem Comic beruht. Klar, das Hirn sollte man nicht einschalten beim ansehen, aber dafür ist der Spassfaktor umso höher.

Fazit: knallbunter Heidenspass.