Beneath Still Waters
ES/UK 2006; 16:9; ca. 96min R: Brian Yuzna B: Mike Hostench, Angel Sala LV: Matthew Costello D: Charlotte Salt, Pilar Soto, Michael McKell Bonus: making of, interviews, trailer ...
Ich weiss echt nicht, was ich mit Brian Yuzna machen soll. Jedesmal liefert er einen Film ab, der genauso beschissen ist wie sein Vorgänger und jedesmal schaue ich mir die Scheisse auch noch an. Wenn irgendwer seinen letzten Film Rottweiler gesehen hat, ungefähr genauso ein Müll ist dieses Unterwasser Zombie Esoterik Gekacke.
Ich kenne das Buch von Matthew Costello nicht, deshalb kann ich dazu nichts sagen, aber zum Film - einfach nur grauenhaft. Beyond Re-Animator, sein vorletzter Film, ging ja noch, obwohl er schon grauenhaft abstinkt gegen das Originalwerk von Stuart Gordon, in dessem Windschatten sich Yuzna irgendwie einen Namen gemacht hat.
Das bizarre ist, als Produzent funktioniert er. Romasanta, Crying Freeman, Re-Animator, alles sehr gute Filme. Aber als Regisseur ist Yuzna indiskutabel. Kein Gefühl für Tempo, keinerlei Sinn, den Schauspielern eine brauchbare Leistung zu entlocken, jämmerliche Effekte, unbeholfene Inszenierung, die ständig so aussieht, als hätte er Szenen vergessen zu drehen, die dem Desaster erst einen Sinn geben.
So auch dieser Film über ein Dorf, das mittels Staudamm versenkt wurde, weil darin Böses geschah, das sich jetzt zum Jubiläum wieder seinen Weg aus dem Wasser rausbahnt. Liebe Güte, ich habe schon lange keine so putzigen Miniaturen mehr gesehen, die "Ich bin ein Modell" derartig laut hinausbrüllen. Vor dem Bösen fliehende Darsteller, die ganz bewusst stolpern, um überhaupt gefangen zu werden. Bösartiger schwarzer Schlamm, der einfach nur daliegt und darauf wartet, das sich die Schauspieler selbst damit bekleckern. Scheisse nochmal, das ist wirklich übel.
Mir ist schon klar, das es nur ein sehr geringes Budget für diesen Film gegeben hat, aber dann mache ich doch um Himmels Willen nicht einen Film, der sehr viel CGI, viel Latex und weiss der Himmel was noch alles braucht. Die Masken der verrotteten Personen sehen aus wie jene der reitenden Leichen aus den 70er Jahre Filmen!
Dazu kommt noch ein erheiterndes Problem: Yuzna lebt seit vielen Jahren in Spanien und ist einer der Mitbegründer der Fantastic Factory, eines Tochterunternehmens der Filmax von Julio Fernandez, einer der grössten spanischen Produzenten (siehe The Baby's Room). Also kommen in den Filmen vorwiegend spanische Darsteller zum Zug.
Bald nach ihrer Gründung musste die Fantastic Factory feststellen, das sie ihre Filme besser in Übersee verkauft als in Europa, also haben sie von Spanisch ins Englische gewechselt. Blöderweise tun sich die Darsteller hörbar schwer mit den ohnehin schon seeeeehr simplen englischen Dialogen.
Jetzt haben wir also ganz erbärmlich gemachte Yuzna Filme mit Darstellern die sprechen, als kämen sie aus einer 70er Jahre Pornofilm Synchronisation oder einem italienischen 80er Jahre Kannibalenschinken. Wow!
Vielleicht hatte Yuzna einen hellen Moment und hat das Manko erkannt, denn ziemlich am Schluss schmeisst er noch eine Orgie in den Film, viele nackte Brüste mit Cremetorte und Schlagsahne, kopulierende Körper und dergleichen. Etwas, das er seit seinem Erstling Society (1989) nicht mehr gezeigt hat. Vielleicht wird er auch nur ein alter, geiler Wichser, was weiss ich. Yuzna hat sich einfach nie als Regisseur weiterentwickelt. Er ist sich im schlechten Sinn treu geblieben und hat nichts gelernt.
Fazit: Ein grauenhaft schlechter Film, der stockbesoffen auf einer Party als Hintergrundberieselung taugt - ohne Ton!