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Hostel

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B & R: Eli Roth Exec. Prod: Boaz Yakin, Scott Spiegel, Quentin Tarantino; USA 2006

Ach Scheisse nochmal! Grossmäulig angekündigter Schocker von nie erreichter Grausigkeit und was wird einem vorgesetzt? Ein ungelenk holpriger Billgscheisser von einem Möchtegernfilm, den ein grosskotziger, aber mässig talentierter Selbstdarsteller inszeniert hat.

Eigentlich hätte schon der erste Splatterfilm von Eli Roth, Cabin Fever, eine Warnung sein müssen. Der Typ hat zwar gelegentlich gute Ideen, kennt sich im Horrorfilm sehr gut aus und kann verweisen und zitieren, aber damit hat es sich auch. In der Umsetzung mangelt es ihm an Talent und Phantasie.

Die Kameraeinstellungen sind langweiliger Standard, von Timing und Tempo hat Roth auch nicht viel gehört bisher, bzw weiss er nicht, wie man das macht, aber er punktet eben mit den simplen Bierpartyeffekten: Blut, Beuschel, nackte Brüste. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, Roth macht die Filme nur, um sich einen runterzuholen.

Das vorgebliche Qualitätssiegel Quentin Tarantino hat in diesem Fall in die Kacke gegriffen, der Mann weiss wenigstens wie man todschick und originell inszeniert, auch wenn er sonst alles an Ideen von woanders zusammenklaut.

Hostel ist ein höchst durchschnittlicher Billigreisser, der voll auf Schund, Blut und Brüste setzt, ohne sich um die restlichen Dinge zu kümmern, die einen Film eigentlich erst so wirklich gut machen.

Spannend rübergebrachte Story? Fehlanzeige! Originelle Inszenierung? Fehlanzeige! Starkes Finale? Fehlanzeige! Sympathischer Held? Fehlanzeige!

Coolster Moment des Films: Der wenige Sekunden kurze Auftritt von Takashi Miike, Japans filmischer Extremist. Alleine Miikes Erscheinung ist cooler als der ganze verdammte Kackhaufen von Rest, der Hostel ist.