Stefan Slupetzky: Besuch von Glorf
Echomedia Tb 2008; ca. 95 Seiten; ISBN 978-3-901761-86-7
Stefan Slupetzky, Autor aus Wien, ist vermutlich hauptsächlich für seine Lemming Krimis bekannt. Echomedia ist ein merkwürdiger Verlag. So.
Slupetzky hat sich ins Terrain der Science Fiction Satire begeben und schildert in seiner recht kurzen, aber deftigen Story das Schicksal dreier Aliens, die so radikal anders ticken als wir Menschen, das über den Lernprozess, der das übliche kidnappen von Menschen und irrtümlich auch einer Kuh umfasst, einige unschöne Dinge in Bewegung gesetzt werden. Sympathisch, das sich Slupetzky in die Science Fiction gewagt hat. Schade nur, das er es diesmal vergeigt hat.
Dieses kurze Büchlein liest sich wie der Entwurf für einen grossen, hinterfotzigen Roman voll bösem Humor. Das kann man klar zwischen den Zeilen erkennen. Umgesetzt hat ihn Slupetzky allerdings nicht, wer weiss, vielleicht arbeitet er eh daran und hat nur schnell etwas publizieren müssen. Ich bin mir sicher, wenn er genügend Zeit und etwas mehr Geld zur Verfügung hat, wird ihm eine grossartige Satire oder ein tolles Epos von der Hand gehen.
Bei aller Sympathie für österreichische Science Fiction Autoren und der unbedingten Notwendigkeit, diese zu fördern, wirklich gelungen ist dieser Text nicht. Aber wer weiss, vielleicht lacht sich Slupetzky auch nur ins Fäustchen, während er an der ultimativen Space Opera schreibt. Wäre sehr lustig.
Fazit: Nette Fingerübung für einen zu erwartenden Roman