John Shirley: In der Hölle
Edition Phantasia Pb 07/2007; 151 Seiten ISBN 978-3-937897-22-6
Inhalt lt. Buch: H, ein Wesen aus einer höheren Dimension, zwingt Menschen zu irrsinnigen Bluttaten. Wie den Filmproduzenten Younger, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere ausrastet. Oder die Maklerin Jane, die Opfer seltsamer Täuschungen wird. Als H die Kontrolle verliert, streben die Experimente einem so bizarren wie mörderischen Höhepunkt entgegen. Aus der privaten Hölle jedes einzelnen wird eine kollektive Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt.
Das Buch: John Shirleys Roman ist zwar eher dünn, hat es aber in sich. Die einzelnen Episoden verknüpfen sich nach und nach zu einem Gesamtbild, während H versucht, sein Treiben vor einer anderen Entität gleich ihm zu rechtfertigen. Die einzelnen Episoden und Amokläufe sind grausam und von einer bizarren Logik, überraschend.
Shirley treibt das Buch zu einem letzten, vollkommen irren Akt der Bösartigkeit und Grausamkeit und vermittelt beim Lesen ständig das Gefühl, seinem Leser etwas über die Natur des Menschen erzählen zu wollen, ohne dabei das Vergnügen eines harten Splatterromans zu schädigen. Im grossen und ganzen ist das Buch ein leicht irritierendes, aber recht befriedigendes Leseerlebnis.
Wie alle Paperbacks der Edition Phantasia hat dieses Buch ein ansprechend gestaltetes Cover, eine attraktive Klappbroschur. Ein, zwei Fehler finden sich im Text, aber das ist nicht weiter störend oder schlimmer als bei den grossen Verlagen, bei einem Kleinverlag wie Phantasia lässt sich das ohne Probleme übersehen.
Fazit: echt lesenswert