Inhalt lt. Buch: Willkommen in Tristopolis! Willkommen in einer gigantischen Stadt der Zukunft, die ihre Energie aus den Knochen Verstorbener bezieht. Dafür sorgt seit Menschengedenken in zufriedenstellender Weise die Energiebehörde der Stadt. Doch plötzlich ist alles andes in Tristopolis: Über Nacht sind etliche Bewohner im Besitz eines merkwürdigen blauen Telefons, das ganz offensichtlich die Persönlichkeit verändert, sobald man es benutzt. Inspektor Donal Riordan erhält den Auftrag, der Sache auf den Grund zu gehen. Die Ermittlungen gehen gut voran - doch dann werden der Bürgermeister und der Polizeichef ermordet. Wer steckt dahinter? Etwa der ominöse "Schwarze Zirkel", eine Gruppe von größenwahnsinnigen Magiern? Oder die einheitspartei, die mit mehr als fragwürdigen Methoden neue Mitglieder anwirbt? Gibt es vielleicht eine Verbindung zwischen beiden Gruppierungen? Riordan und seine Mitstreiter haben alle Hände voll zu tun, um tristopolis zu retten, denn das Ausmaß der Verschöwrung übersteigt ihre kühnsten Phantasien ...
John Meaney: Tristopolis: Dunkles Blut
(OT: Dark Blood; 2008) Heyne Tb 08/08; ca. 525 Seiten; ISBN 978-3-453-52323-4; Übersetzung: Peter Robert
Gesamteindruck: [*****]
Wie soll ich jetzt etwas mehr noch über den Inhalt verraten, ohne zu viel aus dem ersten Buch auszuplaudern? Es tut mir echt weh, nichts von den großartigen Intrigen, der fulminanten Action, der... ach Klappe! Eine seit dem ersten Buch durchgehende, sich nach und nach in immer größere Dimensionen steigernde Handlung mit zahlreichen Windungen und Nebensträngen, alles unentwirrbar ineinander verflochten und aufeinander aufbauend.
Ich mußte ja sogar in den Tags zu dem Buch ein paar Begriffe weglassen, die den einen oder anderen Schmäh verraten hätten. Verdammt!
Knochenklappernde Wissenschaftsmagie
Hm, also, dieser Roman ist die direkte, unmittelbare Fortsetzung von Tristopolis. Das Buch ist mitreißend, spannend, genauso konsequent wie der erste Roman in seiner Umsetzung aller Nekro-Details. Für mich sind die beiden Romane einer der besten alternativen Weltenentwürfe, die ich seit einer kleinen Ewigkeit gelesen habe.
Für alle, die das erste Buch nicht gelesen haben: Unbedingt damit anfangen, denn der zweite Roman macht ohne den Vorgänger keinen Sinn. Nämlich rein gar nicht, weil die Handlung direkt weitergeführt wird.
Für alle, die das erste Buch sehr wohl gelesen haben: Die Fortsetzung ist genauso genial, düster, stimmungsvoll, detailverliebt, witzig, makaber. Die Verschwörung, die im ersten Roman ihren Ausgang hat, nimmt hier immer größere Dimensionen an, zunehmender Rassissmus plagt Tristopolis genauso wie die schrittweise Verelendung.
Meaney hat mit seiner durchdachten Weltenschöpfung einen sehr aktuellen Zerrspiegel unserer Gegenwart geschaffen, in dem bei aller Fremdheit durchaus vertraute Elemente zu finden sind. Einfach großartig!
Kurz gesagt:
- spannend
- originell
- auf Realität umlegbar
Fazit: Unbedingt lesenswerte Fortsetzung!
Danke für das Interesse. Kommentare, Widerspruch, Zustimmung, Anmerkungen, ect. sind jederzeit willkommen.