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Indiana Jones u.d. Königreich d. Kristallschädels

Abenteuer-ScienceFiction

ah ja, mhm, äh, brüt, brummel, grummel, hmmmmm, häää? aaaahh! heul, prust, schimpf, wieher, ärger, gaga, blubb, pfff, frust, bäaah, ah ja, mhm, äh, zeter, brumm, grummel, hmm, häää? keif! aaaahh! heul, prust, schimpf, gacker, ärger, gaga, blubb, pfff, frust...

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull


USA 2008; 2.40:1, ca. 117min R: Steven Spielberg; P: George Lucas; Story: George Lucas, Jeff Nathanson; B: David Koepp; D: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent

Inszenierung: [***]

Handlung: [**]

Action: [**]

Gesamteindruck: [*]

Also - Bemerkung vorab: Zuerst wollte ich ihn mit meinem besten Freund im Kino angucken. Hatten wir dann doch weder Zeit noch sonderlich Lust. Dann kam die DVD raus. Da konnten wir uns nicht entscheiden, ob nüchtern oder besoffen die bessere Methode ist. Dann hatte er gemeint, ich soll ihn angucken und ihm erzählen. Meine Frau konnte ich nicht überreden. Sonderlich gereizt hat es mich nicht.

Jetzt habe ich es geschafft, ihn mir endlich anzusehen. Frage: Kann man eigentlich selektive Erinnerungen aus dem Hirn löschen lassen??

Also - Bemerkung dazu: Ich habe die ersten drei Indiana Jones im Kino gesehen. Habe mich beim ersten Film ins Kino geschummelt und gestaunt und bin den dritten Film an mehreren Tagen hintereinander sehen gegangen. Dann gab es die verschiedenen Videos und die DVDs. Indiana Jones begleitet mich also schon viele Jahre.

DIESER Film hat nun gar nichts mit Indiana Jones zu tun. Das ist ein Film für Leute, die ein Handy nicht von einer Stereoanlage unterscheiden können. Oder für Leute, die Uwe Boll Filme mögen.

Indiana Jones 4 ist eine einzige Katastrophe mit ein paar Sekunden darin, die durchscheinen lassen, was aus dem Film hätte werden können. Hallodrio, das ist ein Film, in dem ein Foto von Sean Connery mehr Persönlichkeit hat als dieser mißlungene kleine Witz namens Shia LaBeouf.

Verschenkt, versagt, vergeigt

Ein totaler Antityp, eine schauspielerische Null, eine Zumutung, die den Sohn von Indiana Jones spielt! Pah! Die Wiederkehr von Karen Allen als Marion ist vollkommen verschenkt, sie bleibt eine Nebenfigur, die nur für zwei Witze gut ist: Zum einen, um diesen lächerlichen Shia LaBeouf Charakter als gemeinsamen Sohn mit Indy vorzustellen. Zum anderen, um Indy zum Schluß zu heiraten.

Cate Blanchett ist unter der dümmsten Perücke der Filmgeschichte kaum zu erkennen, auch weil sie den russischen Akzent zwar famos rüberbringt, aber die Figur, eine gedankenlesende ehemalige Geliebte von Stalin auf der Jagd nach Artekfakten, das ist jenseits von dämlich. Vor allem, da sie gleich zu Beginn mit einem Einsatzkommando mitten in den USA in einen Stützpunkt eindringt und die berühmt-berüchtigte Lagerhalle der Artefakte heimsucht.

Ach ja, die kichernden Erdhörnchen (oder was das für blöde Vieher sein sollen). Hallo, das hätte ein Indiana Jones Film sein sollen, kein infantiles Machwerk für ein Publikum, das die Pussycat Dolls für Musikerinnen hält!!!

Peinliche Alte-Männer Witze!

Armer John Hurt, so ein großer Schauspieler und hier darf er als wirrer Abenteurer hinter struppigem Bart den Narren geben. Oh, und dann gibt es da noch so eine lustige Ameisenattacke. Und der größte Witz von allen ist dieser Witz von Shia LaBeouf, der dann mittendrinnen in einer Verfolgungsjagd ganz plötzlich an einer Liane hängt, den Äffchen ringsum zusieht und dann auf Tarzan macht!! Arrrghhh!!! Nicht komisch, nicht zur Szenerie passend, gar nichts, nur dumm und extremst unglaubwürdig.

Jaja, ich weiß, Indiana Jones und Glaubwürdigkeit. Natürlich haben auch die ersten Filme ihren Anteil an Quatsch gehabt, aber er war charmant und glaubwürdig in Szene gesetzt. Hier ist es schlicht nur dumm. Alte Männer, Lucas und Spielberg, machen einen dummen Film, da sie dem Irrtum unterliegen zu glauben, sie wären witzig. Dumme, alte Männer.

Zerstörung einer Legende

Vom Amazonas-Indianer Stamm der Ugha wollen wir mal gar nicht reden - wer hat sich diesen bescheuerten Namen ausgedacht? Vermutlich George Lucas, dieser Schrottproduzent und Müllregisseur, der für die Story verantwortlich ist. Ein eingebildeter, schlechter Filmemacher, der seit Jahrzehnten nichts mehr zuwege gebracht hat, das man sich ohne Gehirnkrämpfe ansehen kann. Episode I, II, III?? Übler Dreck, aber keine Filme. Lucas, der Egomane, schert sich einen Dreck um Dialoge oder Schauspieler oder Handlung oder sonstwas. Hauptsache, die Scheiße bringt eine Menge Geld.

Zwischendurch Effekte die so schlecht sind, das sie haarscharf am Niveau von Mumie II schrammen - aber das war ein lustiger Film mit schlechten Effekten. (Den Mumienfilmen ist auch der eine oder andere Moment zu verdanken). Indiana Jones 4 ist ein unlustiger Film mit schlechten Effekten, der zeigt, das George Lucas als Produzent nichts taugt und Steven Spielberg als Regisseur seinen letzten guten Film ... wann nochmal war Indiana Jones 3 im Kino???

Und verdammt, Harrison Ford ist alt geworden.

Das größte Problem dieses Films ist die erkennbare Seelenlosigkeit. Er wurde nur als Abcashprodukt gedreht. Diese Szene von dem Film, diese Idee von dort aufgewärmt, das hier ist eine Anspielung auf das und noch ein paar Zitate auf die alten Filme. Einfach eins nach dem anderen hingerotzt und mit einer geistesgestört dummen Geschichte über Kristallschädel verknotet.

Filme wie dieser sind ein Grund, warum ich seit Jahren nicht mehr ins Kino gehe. Dort kann ich nicht einfach aufstehen und in die Küche gehen, um mir einen Keks zu holen, wenn mich der Schwachsinn nervt.

Indiana Jones 4 ist ein herzloser, schlecht gemachter Film für Teenies, die es nicht besser wissen. Ein Machwerk.

Fazit: horrend schlechter Schrott