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Cody McFadyen: Der Todeskünstler

cover todeskuenstlerInhalt lt. Buch: Das Grauen war hier, und es hat Spuren hinterlassen. Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Schlafzimmertür öffnet. Der Boden ist mit Blut getränkt; an den Wänden prangen Blutgemälde. Auf dem Bett liegen entstellte Leichen. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Sie hält sich eine Pistole an die Schläfe. Der Todeskünstler hat sie besucht, und das nicht zum ersten Mal. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Sein Ziel: sie in den Wahnsinn zu treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Für Smoky, FBI-Agentin und selbst Opfer eines Serientäters, wird ein Albtraum lebendig.

Cody McFadyen: Der Todeskünstler

(OT: The Face of Death; 2007) Lübbe HC 2007, ISBN 978-3-7857-2302-9, 556 Seiten

FBI Agentin Smoky Barrett ist zurück. Diesmal wird sie von einem Opfer gerufen, einem Mädchen, das über die Jahre hinweg immer wieder vom Todeskünstler gequält wird. Um dem Mädchen zu helfen, begibt sich Smoky erneut auf einen Höllentrip...

... und der Leser mit ihr. Wie schon im ersten Smoky Barrett Roman, Die Blutlinie packt der Autor den Leser an der Gurgel und schüttelt ihn ordentlich durch.

Der Todeskünstler ist eine direkte Fortsetzung des vorigen Buches und wird von diesem Buch gefolgt. Man kann zwar jeden Band ohne den Vorgänger lesen, keine Frage, da McFadyen genug Rückschlüsse auf den Horror des ersten Buches einstreut, aber doch so wenige, das es überhaupt keinen Spass macht. Was bei dem Buch ohnehin ein relativ subjektiver Begriff ist.

McFadyen baut das soziale Netz, das Smoky Barrett um sich errichtet hat, weiter aus und macht sich gleichzeitig daran, mit einer Rasierklinge feine Risse hineinzuritzen. in form von vielleicht letal verlaufenden Krankheiten, externen Bedrohungen, möglichen Beziehungskrisen, er bastelt einen Zuckerguss und würzt ihn mit Zitrone.

Der Fall selbst ist wieder explizit und von äusserster Brutalität. Wobei er erneut das Kunststück zuwege bringt, die Grausamkeiten einfach als logische Entwicklung von Persönlichkeiten zu schildern und nicht, weil er das Blut einfach spritzen lassen will. Eigentlich will ich auf die Handlung gar nicht eingehen, weil sonst Dinge verraten werden könnten, die zukünftigen Lesern zu entdecken vorbehalten bleiben sollte.

Es bleibt zu sagen, das die Smoky Barrett Romane absolut aufregende und empfehlenswerte Lektüre sind. Lübbe hat es überdies geschafft, mit der einheitlichen Gestaltung der Cover beider Bücher ein sehr schönes Autorendesign zu kreieren, das Lesebändchen ein liebevolles Detail. Sehr hübsch und nicht selbstverständlich, bei anderen Romanserien ging das voll in die Hosen.

Cody McFadyen gehört zusammen mit Mark Nykanen und Chelsea Cain zu jenen Autoren, die gehörigen Thrill in den Thriller gebracht haben und dieses Genre für Leser öffnen, denen Thriller am Hintern vorbei gehen. Der Thriller leidet meiner Meinung nach an stets schablonenhaft verfassten Romanen, die möglichst auf eine grosse Breitenwirksamkeit zielen.

McFadyen und die anderen machen sich wirklich Gedanken darum, wie sie den Leser auf ansprechend intelligente Art und Weise tief erschüttern oder in rasende Spannung versetzen. Das ist so richtig ... cool. nicht unbedingt eine angenehme Lektüre, aber fesselnd und befriedigend. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Smoky Barrett Roman.

Kurz gesagt:

  • verflucht aufregend
  • verdammt spannend
  • schrecklich grausam

Fazit: Absolut lesenswert