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[11/2010] Joe R. Lansdale: Akt der Liebe

cover Akt der LiebeInhalt lt. Buch: Tod, Blut und Gewalt sind keine Unbekannten im Fifth Ward, einem berüchtigten Viertel von Houston. Doch die bestialische Hinrichtung einer Prostituierten stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Ein perverser Killer sucht sich gezielt weibliche Opfer aus, um sein Verlangen nach Leidenschaft, Wut, Hass und Rache zu befriedigen. Für die Frauen beginnt ein Leben in ständiger Angst - für den Killer, der sich selbst als "Houston Hacker" bezeichnet, ist es ein Akt der Liebe.

 

Joe R. Lansdale: Akt der Liebe

(OT: Act of Love; 1981) Heyne 09/2010; 287 Seiten; ISBN 978-3-453-67586-5; Übersetzung: Gabriele Bärtels, von Heinz Scheffelmeier überarbeitete Neuausgabe; Ausstattung: Taschenbuch: Inhalt: Vorwort von Andrew Vachss, Roman, Nachwort von Joe Lansdale

Akt der Liebe

Am Buch von Landsale sind mehrere Dinge bemerkenswert. Zum einen, der Roman liest sich trotz seines Alters wie ein neues Buch. Zum anderen ist das Buch eine Art Vorreiter der Torture-Porn und Serial-Killer Romane, die kurz nach Lansdale auf den Markt zu drängen begannen.

Akt der Perversion

Weiters fällt auf, wie erschreckend realistisch der Roman ist. Die Exzesse an wirklich grausiger Gewalt wirken deshalb doppelt so stark. Hinzu kommt ein Protagonist, der überhaupt nicht als Identifikationsfigur taugt und dessen Sympathiewerte ziemlich bescheiden sind. Er ist viel mehr ein kontrollierter Psychopath, unterscheidet sich nicht allzu sehr vom Antagonisten.

Akt der Gewalt

Das Buch ist extrem konzentriert und reduziert, es beschäftigt sich nur mit wenigen Personen, gibt ihnen kaum mehr als den nötigsten Hintergrund und spult die Geschichte in rasendem Tempo ab. Dieser Minimalismus ist die Stärke des Buches, weil es dem Leser keine Zeit lässt, sich von den Scheußlichkeiten des Killers zu erholen. Es geht Schlag auf Schlag auf Schlag.

Ich würde Lansdale nicht wirklich als Lesevergnügen bezeichnen, das wäre nicht passend. Er ist fesselnd, abstoßend, spannend, intelligent, düster und wenn man mit ihm fertig ist, stellt man das Buch mit einem Seufzer der Erleichterung ins Regal und ist rundum zufrieden, weil man ein verdammt gutes Buch gelesen hat.

Joe R. Lansdale (Gott der Klinge) ist verdammt gut und immer lesenswert.

Kurz gesagt:

  • brutal, spannend und schnell

  • ein Klassiker des Serial-Killer Romans

  • rundum befriedigendes Buch

Fazit: ein frühes Meisterwerk eines Meisters


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