Omen: Das Horror-Journal, Nr. 3
Festa 11/2011; ISBN: 978-3-935822-74-9; 255 Seiten; Ausstattung: Paperback, Trade Format; Link: Festa
Schwerpunkt dieser Ausgabe ist Brian Lumley – und selbst wenn man Lumley's Necroscope Saga nicht gelesen hat, ist Omen 3 überaus lesenswert.
Zum ersten ist die Bandbreite der Erzählungen sehr schön. Von Lumley bis Karl Heinz Strobl, die volle Härte. Zum zweiten sind die Interviews lesenswert. Ein making-of eines Autors zu erfahren ist immer interessant und inspirierend und aufbauend, wenn man sieht, wie auch die Meister und Vielschreiber immer wieder in Schwierigkeiten geraten oder ewig an einem Werk basteln müssen, bis die Sache sitzt. Tröstend.
Zum dritten gibt es eine Menge zu lernen. Über Strobl, Ewers & Co. Der Autor, J.E. Poritzky, hat seine Abhandlung in der Zwischenkriegszeit verfasst. Der Text liest sich etwas gespreizt, ist aber inhaltlich überaus interessant – Wissen jenseits des Mainstream, um es mal so zu formulieren. Hardcore-Wissen.
Viertens – und das war, was mich persönlich diesmal am meisten fasziniert hat, ist eine Art Lebensgeschichte von Karl Edward Wagner, dem Autor von Kane. Skurril, tragisch und witzig – die Geschichte eines hochintelligenten Menschen mit ganz eigenen Vorstellungen. Wirklich faszinierend. Dazu kommt, Wagner kam mit Autoren der Pulp-Ära in Berührung, Manly Wade Wellman zum Beispiel. Durchaus faszinierend.
Witziges Detail: Im Omen Nr. 2, auf Seite 66 im Interview mit Clive Barker (ein Schwerpunkt), findet man ein Foto, auf dem neben Barker, Etchison und Grand auch Karl Edward Wagner zu sehen ist – der Gentleman, der aussieht wie ein Headbanger, der gleich aus seinem Anzug platzt.
Schwerpunkt von Omen 1 sind u.a. Kim Newman und Richard Laymon. So. Omen lesen und lernen – ich kann das Journal nur wärmstens jedem empfehlen, der sich auch nur ein wenig für die Schöpfer von phantastischer Literatur interessiert.
Viel Vergnügen!
Kurz gesagt:
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informativ
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unterhaltsam
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ein persönlicher Gewinn
Fazit: Lesen! Lesen! Lesen!