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[10/2011] Andreas Eschbach: Herr aller Dinge

Cover Eschbach Herr DingeInhalt lt. Buch: Als Kinder begegnen sie sich zum ersten Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an steht der soziale Unterschied spürbar zwischen ihnen. Doch Hiroshi hat eine Idee. Eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt schaffen könnte. Um Charlottes Liebe zu gewinnen, tritt er an, seine Idee in die Tat umzusetzen – und die Welt damit in einem nie gekannten Ausmaß zu verändern. Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn allerdings bald auf die Spur eines uralten Geheimnisses – und des schrecklichsten aller Verbrechen ...

Andreas Eschbach: Herr aller Dinge

Lübbe 2011; ISBN: 978-3-7857-2429-3; 687 Seiten; Ausstattung: Hardcover, Lesebändchen, Schutzumschlag

Herr aller Dinge ist ein Science (Fiction) Thriller im besten Sinne. Ein absolut perfekter Roman für Leser von Preston/Child und Wissenschaftsthrillern, die den einen Schritt weiter gehen. Eschbachs Buch ist voll mit Robotik, Nanotechnologie, und einer … sehr vergnüglichen Spinnerei, die an Erich von Däniken erinnert. Diese Komponenten sind spaßig und verdammt spannend kombiniert.

Mit Charlotte und Hiroshi hat Eschbach zwei bemerkenswerte Hauptfiguren geschaffen, die durch ihr Leben zu begleiten eine Freude ist, streckenweise auch ein emotionaler Kraftakt und gelegentlich dazu verleitet, mit der flachen Hand an die Stirne zu klatschen – meine Güte, wie können die nur so … hrmpf, sein? Die beiden lassen den Leser nicht kalt und der Trip durch ihr Leben ist faszinierend.

Restlos überzeugend auch die Schauplätze – Eschbach reist mit seinen Lesern um die Welt und alles erscheint so, als wäre er vor Ort gewesen und hat einen Berg Fotos gemacht, um sich an jedes Detail zu erinnern. Das ist ein gut gelungenes Kunststück. Die Authentizität, die hier vermittelt wird, trägt einiges zur Faszination dieses Romans bei.

Von der wissenschaftlichen Seite des Buches verstehe ich viel zu wenig, um ihre Plausibilität beurteilen zu können. Aber: Was ich gelesen habe, fühlt sich richtig an, ist stimmig und verflucht nochmal, spannend. Herrje. Sogar haarsträubend – im mehrfachen, positiven Sinn des Wortes. Einige Hä? Was zum Teufel? Effekte warten auf ihre überraschten Leser. Die innere Logik der Dinge macht die ganze Geschichte mit all ihren kuriosen SF Elementen überzeugend.

Alles zusammen ergibt Herr aller Dinge, den in meinen Augen perfekten Science Fiction Thriller. Spannend, voller Fakten und Spekulationen, so geschrieben, dass ich ohne wissenschaftliches Wörterbuch die Geschichte genießen kann. Es gibt natürlich jede Menge Action, das Geheimnis, um das es geht, ist tatsächlich schrecklich, ich wurde emotional berührt und habe als Bonus auch noch das Gefühl, einen Tick klüger geworden zu sein.

Wunderbar, was will ich als Leser mehr?

Übrigens: schickes Cover!

Es war mir ein Vergnügen, vielen Dank!

Kurz gesagt:

  • spannend

  • intelligent

  • rundum gelungen

Fazit: hervorragender Thriller

Oh ja – und wer das Buch noch nicht gelesen hat – Die Haarteppichknüpfer ist ein phantastischer Science Fiction Roman.