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[09/2011] Edward Lee: The Haunter of the Threshold

cover lee haunterInhalt lt. Buch: How many fetishes can you name? ... because Hazel Green has them all and more. Others may find her rape fantasies and water sports off-putting, but she doesn't care. She needs them. After a fight with her boyfriend, she gets just what she wants: a road trip with the very pregnant lov of her life to the middle of nowhere. But there is something very wrong with this backwater town. Suicide notes, magic gems, and haunted cabins await her. Plus the woods are filled with monsters, both human and otherworldly. And then there are the horrible tentacles...

Edward Lee: The Haunter of the Threshold

Ereaserhead (Deadite) Press 2010; ISBN: 978-1-936383-39-9; 283 Seiten; Ausstattung: Trade Paperback

Der gute Edward Lee wird mit diesem Buch mal wieder seinem Ruf als wirklich perverser Autor gerecht. Er hat eine Art Fortsetzung zu H.P Lovecrafts The Haunter of the Dark geschrieben und das HPL Universum in Pisse und Blut getunkt.

Derartig brutale Sexszenen und derartig viel Piss-Sex wird sich schwerlich sonst irgendwo finden lassen. Mal abgesehen davon lernt man eine Menge Fetische kennen, von denen man gar nicht gewusst hat, dass es sie gibt – und eigentlich wollte man das auch nicht wissen. Ein paar klingen ja nicht uninteressant, aber herrje, andere wiederum … schauder.

Aber weil Edward Lee eben er selbst ist, passt das alles in diese merkwürdige Geschichte einer Kleinstadt, wie sie HPL nicht besser hätte schildern können. Die Forscher, die großen Alten, die Perversionen, alles fügt sich hübsch zu einem stimmigen Buch zusammen, das den wunderbaren Duft der Apokalypse in sich trägt. Sehr schön.

Der von einigen Figuren gesprochene Dialekt ist ziemlich schwer zu verstehen, weil genauso geschrieben wie gesprochen. So etwas macht Lee sehr gern. Entweder in Bullet Through your Face oder in Brain Cheese Buffet, da kann ich mich nicht mehr genau erinnern, hat er das auch gemacht. Der Dialekt ist … uff. Die Geschichte ist eine langsame Reise in den Wahnsinn und die Surrealität, unterbrochen von den überaus irren Fetischen der Heldin.

Tja, was soll man noch dazu sagen? Wirklich obszön, brutal, stimmungsvoll, düster und das Ende der Welt heraufbeschwörend. Klingt doch gut, oder? Hm, dachte ich mir doch.

Nachdem Heyne nach zwei Titeln aufgegeben hat, wird Edward Lee mit einigen Titeln auf Deutsch bei einem überaus fachkundigen Kleinverlag erscheinen. Autor und Leser haben einander wirklich verdient. Und das ist positiv gemeint. Lee ist vielseitig, provokant, originell und einfach cool. Aber wirklich harter Stoff.

Kurz gesagt:

  • pervers

  • brutal

  • clever

Fazit: heftig, gut, Edward Lee