Inhalt lt. Buch: Roschar ist eine sturmumtoste Welt. Jahrtausendelang wurde Roschar von den Herolden und ihren Strahlenden Rittern regiert, übermenschlichen Kriegern, deren magische Splitterklingen jedes Leben auslöschen können. Doch die Herolde sind verschwunden und nun droht Roschar zu zerfallen. In dieser Zeit des Untergangs begeben sich vier ganz unterschiedliche Menschen auf die Suche nach neuer Hoffnung. Dalinar, der Bruder des ermordeten Königs von Alethkar und ein alternder Krieger in einem der mächtigsten Reiche von Roschar, wird von verstörenden Visionen aus längst vergessenen Zeiten heimgesucht. Kaladin, ein junger Sklave, muss sein Schicksal in den Kämpfen und Stürmen des Heeres von Alethkar finden. Schallan ist eine jugendliche Adelige, deren Herz sich nach unerforschten Geheimnissen sehtn, deren Familie ihr jedoch einen so frevelhaften wie gefährlichen Auftrag gegeben hat. Und schließlich Szeth, ein mysteriöser Assassine, der nicht nur den König von Althekar ermordert hat, sondern der für noch dunklere Taten ausersehen wurde. Alle vier erkennen nach und nach, dass die Zukunft Roschars in den Händen derer liegt, die das Geheimnis der Splitterklingen ergründen können ...
Brandon Sanderson: Der Weg der Könige
(OT: The Way of Kings – Book One of the Stormlight Archive / Teil 1) Heyne HC 2011; 896 Seiten; ISBN: 978-3-453-26717-6; Übersetzung: Michael Siefener; Ausstattung: Hardcover, Schutzumschlag, farbige Karten, s/w Illustrationen, Index, Nachwort des Autors
Ein einmaliges und prächtiges Epos, das seinesgleichen sucht. Ein Leseerlebnis wie man es nur selten findet. Möge das Vergnügen niemals zu Ende gehen.
Die Sturmlicht-Chroniken entpuppen sich schon im ersten Buch (das eigentlich nur die Hälfte des monströsen Originaltitels enthält – die zweite Hälfte ist Der Pfad der Winde) als ein prächtiges, hoch komplexes und wunderbar originelles Leseerlebnis.
Die Krieger mit den Splitterklingen verfügen über Fähigkeiten, die in die Science Fiction gehören und doch nicht fehl am Platz wirken, sondern beinahe wie selbstverständlich hierher gehören. Auch die Art, wie die Splitterklingen eingestzt werden und töten, ist einmalig. Er hat Völker erschaffen, vielschichtig und detailliert und überaus unterschiedlich und ihnen eine Geschichte, eine Kultur gegeben – ihnen Leben eingehaucht, das glaubwürdig, detailliert und in sich geschlossen ist.
Er hat vielschichtige Handlungsebenen eingeführt, leitet seine Kapitel mit faszinierenden Zitaten ein – im zweiten Teil des Buches gar mit einem über die Kapitel verteilten Brief – er lässt an jedem Kapitelende den Leser dürstend nach Weiterführung des Handlungsstrangs zurück. Beinahe die gesamten ersten hundert Seiten bestehen nur aus Schlachten- und Kampfgemälden, die atemberaubend in Tempo, Exekution und Panorama sind, ohne dabei kleine Details zu vermissen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie der Autor die absolute Kontrolle über seinen Stoff behält.
Mehr will ich gar nicht über den Inhalt sagen, sich dieses Buch mit seinen Eigenheiten selbst zu erlesen ist einfach eine Freude, die man niemandem nehmen darf. Auf alle Fälle hat Sanderson der Fantasy eine neue Qualität verliehen und sie enorm bereichert.
Die Übersetzung von Michael Siefener strömt rasch und elegant dahin (ich lese gerne auf Englisch, aber hier bin ich wirklich froh über die meisterliche Übersetzung!) und reißt den Leser auf eine abenteuerliche Reise mit, an deren Ende man nach mehr, mehr, mehr lechzt.
Hinter dem Umfang des Buches, seiner Schönheit und seinem wunderbaren Detailreichtum können sich ganze Jahrgänge von Fantasy Romanen beschämt verstecken. Brandon Sanderson hat ein Werk verfasst, an dem sich zukünftige Romane des Genres messen lassen müssen.
Die Sturmlicht-Chroniken sind auf 10 Bände konzipiert – wenn alle so umfangreich werden wie das erste Buch, sind auf Deutsch doppelt so viele Bücher zu erwarten. Wenn Sanderson die Qualität beibehält (und nachdem er das Rad der Zeit des verstorbenen Robert Jordan mit zwei großen Bänden zu Ende gebracht hat, steht das Halten des Niveaus eigentlich außer Frage), dann ist jedes einzelne Buch davon ein Meisterwerk. Ich hoffe nur, die HC Ausstattung bleibt durchgängig erhalten, es wäre geradezu schrecklich, wenn mittendrin das Format wechselt.
Tja, ich bin wohl etwas hingerissen von dem Buch.
Kurz gesagt:
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monumental und komplex
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prächtig, voller Details
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überaus originell und spannend
Fazit: Absolut eine Empfehlung