Inhalt: Roschar ist eine sturmumtoste Welt. Jahrtausendelang wurde Roschar von den Herolden und ihren Strahlenden Rittern regiert, übermenschlichen Kriegern, deren magische Splitterklingen jedes Leben auslöschen können. Doch die Herolde sind verschwunden und nun droht Roschar zu zerfallen. In dieser Zeit des Untergangs begeben sich vier ganz unterschiedliche Menschen auf die Suche nach neuer Hoffnung. Dalinar, der Bruder des ermordeten Königs von Alethkar und ein alternder Krieger in einem der mächtigsten Reiche von Roschar, wird von verstörenden Visionen aus längst vergessenen Zeiten heimgesucht. Kaladin, ein junger Sklave, muss sein Schicksal in den Kämpfen und Stürmen des Heeres von Alethkar finden. Schallan ist eine jugendliche Adelige, deren Herz sich nach unerforschten Geheimnissen sehtn, deren Familie ihr jedoch einen so frevelhaften wie gefährlichen Auftrag gegeben hat. Und schließlich Szeth, ein mysteriöser Assassine, der nicht nur den König von Althekar ermordert hat, sondern der für noch dunklere Taten ausersehen wurde.
Brandon Sanderson: Der Pfad der Winde
(OT: The Way of Kings, Teil 2; 2010) Heyne HC 2011; ISBN: 978-3-453-26768-8; 783 Seiten; Übersetzung: Michael Siefener; Ausstattung: Hardcover, Schutzumschlag, geprägter Titel
Ein phantastisches, prächtiges und überaus originelles Epos, das seinesgleichen sucht.
Hinweis: Der Pfad der Winde ist die zweite Hälfte eines einzigen Romans, der wegen seines monströsen Umfangs in Deutsch auf zwei Bände gesplittet wurde. Der erste Band trägt den Titel Der Weg der Könige.
Buhu! Buch aus! Ein phantastisches, komplexes, überbordendes Epos, wie man es sich nur in den kühnsten Träumen erwartet. Reich an tiefgründigen Charakteren, mehrere Handlungsstränge, die ganz offensichtlich Schritt für Schritt mit teilweise schrecklicher Konsequenz aufeinander zugeführt werden. Überaus originelle Waffen, Riten, Kulturen. Jede Menge Philosophie. Und vor allem nicht zu vergessen – Schlachten.
Monumentale Schlachten, die Peter Jacksons Herr der Ringe Filme geradezu bescheiden erscheinen lassen. Vollkommen verrückte Strategien und Taktiken. Großartige Waffen wie die Splitterklingen. Attentäter mit Fähigkeiten, die fast mehr mit High-Tech Science Fiction zu tun haben. Intrigen, Morde, Täuschungsmanöver. Detailreichtum, der buchstäblich bis zum Gras hinabreicht, auf dem gegangen wird.
Einen Mangel an Ideen kann man Brandon Sanderson kaum vorwerfen. Der Mann ist ein unendlich tiefer Brunnen voll mit überraschenden Gedankengängen. Wie so oft, will ich nicht näher auf den Inhalt eingehen, weil man sich keinesfalls die Freude nehmen lassen sollte, beim Lesen der beiden Bücher all die wunderbaren Geschehnisse selbst zu entdecken.
Der einzige Wermutstropfen – den nächsten Band hat Sanderson für Ende 2012 geplant, da er vorher noch Das Rad der Zeit zum Abschluss bringen muss. Zum Trost hat Heyne noch 3 Bände Die Kinder des Nebels parat, Bd. 4 ist gerade in den US erschienen. Ebenfalls lesenswert ist Elantris, das als Einzelroman gilt - nur hat Sanderson inzwischen zwei weitere, inhaltlich unabhängige Bände, vorgesehen. Zur Übersicht der deutschen Bücher bei Heyne geht es → hier.
Wohin sich die Sturmlicht Chroniken entwickeln werden, lässt sich nach dem ersten Roman (sprich, den auf Deutsch beiden Büchern) absolut nicht sagen. Gewiss scheint zu sein, das die kommenden Abenteuer dem phantastischen Auftakt um nichts nachstehen werden. Dazu ist Sanderson ein viel zu guter Autor. Ich platze vor Neugier.
Kurz gesagt:
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großartig
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großartig
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großartig
Fazit: einfach großartig. Allerbeste Fantasy