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[05/2010 Film] Jennifers Body

jennifers body posterInhalt: Jennifer ist die Nummer 1 der Hih-School und alle Jungs sind natürlich verrückt nach ihr. Und sie hat einen Heißhunger auf die Jungs - buchstäblich, denn Jennifer ist besessen. Von einem Dämon. Einzig ihre Freundin Needy hat den Durchblick. Aber wer glaubt schon an Dämonen?



Jennifers Body

USA 2009, 1.85:1, ca. 107min (unrated) R: Karyn Kusama B: Diablo Cody D: Megan Fox, Amanda Seyfried, J.K. Simmons

Beginnen wir positiv: Amanda Seyfried. Sie spielt sehr gut. Sie hat jede Menge Projekte in der Pipeline. Sie ist wandlungsfähig und hat einen leichten Hang zur Selbstironie. Sie ist wirklich gut. So. Das war es dann auch schon wieder und nun widmen wir uns kurz dem Film.

Es fängt damit an, dass die Zielgruppe des Films relativ eng gesteckt ist. Schwerpunkt sind Mädchen zwischen 14 und hmm, sagen wir, 23 Jahren. Für alle anderen ist der Film eigentlich schlichtweg uninteressant. Ein Erwachsender kann vielleicht dann etwas damit anfangen, wenn er eine Tochter in dem Alter der Protagonistinnen hat. Und in den USA lebt. Und ... nichts weiter.

Es geht um Teenage-Sex, Teenage-Angst, Teenage-Liebe, Teenage-Verwirrung, Teenage-Erwachsenwerden und jede Menge Teenage-Dinge. Für niemanden außer Teenager interessant. Weibliche Teenager. Für die Jungs gibt es nichtmal nackte Titten und nichtmal ordentlichen Splatter. Oh und die Knutschszene zwischen Megan Fox und Amanda Seyfried – viel Lärm um nicht sonderlich viel.

Es geht weiter mit Megan Fox. Eine hübsche, hohle Sprechpuppe ohne Charisma. Ehrlich, ihr Haar hat mehr Charakter als sie. Nimmt man Megan Fox die Haare weg, so bleibt ... Nichts. Sollte man gar nicht glauben. In dem Radau der Transformers Filme fällt gar nicht auf, was für eine Hohlwelt Megan Fox ist. Es ist zwar gerade in, sie niederzumachen, aber leider, sie ist wirklich sehr, sehr schlecht.

Der Film ist etwas holprig inszeniert. Er ist nicht wirklich schlecht gemacht, die Regisseurin hat ein Auge für morbid-hübsche Bilder. Aber der Film holpert. Er lebt eigentlich nur davon, dass schöne Bilder mit fetziger (nerviger) Musik unterlegt werden. Das Timing einzelner Szenen ist daneben, mal zu lang, mal zu kurz. Die Kamera ist distanziert und emotionslos – man schaut zu und wird nicht ein einziges Mal berührt oder erschreckt. Der Film verleitet zum Schnellvorlauf – das ist im Grunde der Todesstoß für einen Horrorstreifen.

Was verkehrt läuft: Im Film gibt es ein winziges Cameo eines recht bekannten Schauspielers mit äußerst einprägsamer Stimme. Dauert vielleicht 5 Sekunden, steht nicht im Nachspann und gar nichts. Die Zielgruppe des Films – die kennen den Kerl, Anfang 70, ziemlich sicher nicht mehr. Erwachsene kennen ihn sehr wohl und wissen ihn zu schätzen. Erwachsene werden den Film wohl kaum schauen. Tja.

(Und den 2 Erwachsenen, die Jennifers Body noch gucken wollen, werde ich das Cameo nicht verderben!) Ach ja, die Poster zum Film sind sehr gut - besser als der Film selbst.

Kurz gesagt:

  • Teenage-Film

  • Film für Mädchen

  • Film mit Megan Fox

Fazit: Nur für die Zielgruppe relevant.


Soweit meine Meinung. Kommentare, Widerspruch, Zustimmung, Anmerkungen, etc. sind jederzeit willkommen.