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[02/2010 Film]: Outlander

Outlander dvdInhalt: Im Jahr 709 stürzt in Norwegen ein Raumschiff ab und bruchlandet in einem See. Einer der Piloten, Kainan, überlebt. Er kann sich zwar halbwegs an seine Umwelt anpassen, aber die Wikinger sind auch für ihn eine schmerzhafte Herausforderung. Doch Kainan hat eine Aufgabe zu erledigen. Er sucht nach einer Kreatur, die scheinbar darauf aus ist, die ratlosen Wikinger zu vernichten. Der Gewalt und Stärke dieses Wesens haben die zerstrittenen Stämme nicht einmal gemeinsam etwas entgegenzusetzen. Die scheinbar einzige Rettung, die es für sie gibt, ist der Fremde, der Outlander. Einer, dem man nicht trauen kann, einer der voller Geheimnisse steckt ...



Outlander

USA 2008; 2.35:1; ca. 110min; R: Howard McCain; B: Dirk Blackman, Howard McCain M: Geoff Zanelli; D: James Caviezel, Sophia Myles, Jack Huston, John Hurt, Ron Perlman

Wickie und die starken Männer

Outlander ist ein großartiger Film. Ein Wikinger-Science-Fiction-Action-Monster Film. Sehr cool. Outlander ist nicht perfekt, aber als Gesamtpaket einfach nur großartig.. Die Geschichte funktioniert, ist witzig und spannend, die Action ist befriedigend und der Film sieht verdammt gut aus. Nicht eine Minute Langeweile. Sehr viel Blut. Und tatsächlich Science Fiction. Knapp unter zwei Stunden beste, unbeschwerte Unterhaltung.

Effekt-iv

Outlander ist ein farbenfrohes Science Fiction Spektakel, das sich auf seine Stärken konzentriert. Die Science Fiction und die Action. Nicht alle Effekte sitzen perfekt, man kann in manchen Augenblicken recht klar erkennen, wo getrickst wurde. Macht nichts.

An den wichtigsten Flecken funktionieren die Tricks nämlich tadellos – bei den Szenen auf der fremden Welt und vor allem bei dem Moorwen Wesen. Das ist hervorragend gelungen und irgendwie auch noch, man mag es kaum glauben, halbwegs sinnvoll eingesetzt.

Ein Monster mit Motivation schafft für seine Gegner jede Menge an Problemen und davon haben die Wikinger reichlich.

Der Stammesfürst ist alt und will seine störrische, schwertkämpftende Tochter unter die Haube bekommen.

Die ist jedoch von ihrem potentiellen Zukünftigen, dem potentiellen Nachfolger des Häuptlings, nicht so angetan und will nicht.

Der potentielle Nachfolger ist zwar recht hübsch und ehrgeizig, aber ein potentieller Depp, weil er Potenz groß und Hirn relativ klein schreibt.

Und dann ist da noch Kainan, der Outlander, eine unbekannte Größe, ohne die bald nichts mehr läuft.

Hier gibt es eine hübsche Lösung für das Sprachproblem. Anscheinend sehr schmerzhaft, aber ziemlich effektiv. Eine nicht unbedingt neue Idee, aber gut umgesetzt.

Natürlich gibt es Zitate und Dinge, die schon in anderen SF Filmen aufgetaucht sind, aber das spielt keine Rolle. Gewisse Grundelemente gehören einfach zu Fantasy und Science Fiction, das ist schon sowas wie eine Tradition. Es kommt nur auf die Umsetzung an. Die Vertrautheit mit einzelnen Elementen ist es doch gerade, durch die diese Genres so viel Spaß machen.

All das erzählt der Film unsentimental, in hohem Tempo, aber nicht überhastet, in einem wahren Rausch an Bildern. Outlander ist optisch hervorragend gestaltet, liebevoll und detailreich, einzig durch den einen oder anderen Schnitzer bei den Effekten, vermutlich budgetbedingt, gebremst. Die Schauwerte sind reichlich vorhanden.

Raumschiffe, Aliens, fremde Welten, fremde Zivilisationen, alles schön und farbenfroh in Szene gesetzt. Und nicht zu vergessen, auch sehr blutig. Von daher gibt es keinen Grund, sich über Outlander zu beklagen. Er bietet coole Science Fiction – und mal ehrlich, dieses Moorwen Wesen, wenn das nicht todschick ist!?!

Männer mit Bärten

Die Schauspieler sind durch die Bank sehenswert. Wieder einmal erfreut Ron Perlman in einer schrägen Nebenrolle mit Stimme, Statur und Grimassen hinter dem Bart. John Hurt, der große Brite, der seit Alien (1979) in regelmäßigen Abständen Genrefilme adelt und selbst in filmischem Totalmüll wie Indiana Jones 4 gute Figur macht. Auch James (Jim) Caviezel macht eine gute Figur als Kainan.

Sophia Myles hat zum Glück keinen Bart. Ihre Freya ist eine lässige, starke Frau, die um nichts schwächer und einiges hübscher ist als die Bartfratzen.

Es empfiehlt sich, den Film unbedingt im Originalton zu sehen – wegen dem hübsch bemühten Dialekt, der vermutlich nordisch sein soll, und vor allem wegen der Stimmen von John Hurt und Sophia Myles. Zwischendurch klingt Outlander beinahe wie der King Arthur Film mit Clive Owen.

Kurz gesagt:

  • Science Fiction Film mit tollen Bildern

  • überraschend hart und blutig

  • gut gespielt, nie langweilig

Fazit: sehr gut gemachter Science Fiction Film, echt sehenswert

 

Danke für das Interesse. Kommentare, Widerspruch, Zustimmung, Anmerkungen, ect. sind jederzeit willkommen.