Inhalt lt. Buch: What would you expect to find if you traveled back in time to the Garden of Eden? Adam and Eve? The tree of knowledge? A wicked serpent? How about some giant fucking flying sharks? That's right, I said sharks. Biblical sharks. Sharks that are bigger than city buses. Sharks that can swim through the air and through the ground just as easy as swimming through water. The Garden of Eden is swarming with these mammoth killing machines and the'll eat just about anything or anyone the come across... A group of religious tourists from the future travel back in time to meet Adam and Eve. Unfortunately, their time ship crashes, killing the majority of the crew (including the leprechauns) and leaving them stranded in this strange shark-infested land ...
Cameron Pierce: Shark Hunting in Paradise Garden
Eraserhead Press 2008; ISBN 978-1-933929-77-4; 112 Seiten; Inhalt: Roman; Ausstattung: Trade Paperback
Bizarro
Shark Hunting in Paradise Garden ist ein ziemlich kurzer, ziemlich durchgeknallter Roman aus der Bizarro Ecke, die sich hauptsächlich bei Eraserhead Press und den Sub-Labels wie Deadite Press herumtreibt und auf namhafte Autoren wie Edward Lee oder Brian Keene der mit seinen bisherigen Titeln zu Deadite übersiedelt ist und ab 2011 dort neu aufgelegt wird.
Cameron Pierce hat den höllisch guten und abgrundtief abartigen Science Fiction Roman Ass Goblins of Auschwitz verbrochen und gezeigt, was in ihm steckt. Shark Hunting in Paradise ist ein Erstlingsroman, mixt Elemente der Fantasy mit Science Fiction und von der Idee her mindestens genau so ... hmm ... gegen den Baum gelaufen wie die Ass Goblins.
Kuriositätenkabinett
Das Buch ist verrückt. Es ist eine Ansammlung idiotischer Charaktere und absurder Szenen, garniert mit einigen ... blöden ... Wendungen in der Handlung. So weit, so gut. Es tauchen noch etliche andere Figuren auf, die durchaus die Qualität zu einem eigenständigen Roman hätten – die Roboter, die in dem Chaos mitmischen. Die sind auf clevere Art verrückt. Sehr gut erdacht, das muss man Pierce lassen.
Wenn das Buch eine Schwäche hat, dann die, dass es ihm an einer durchgehend packenden Geschichte mangelt. Vielleicht weil es der erste Roman ist, an dem sich Pierce versucht hat? Keine Ahnung. Aber irgendwie besteht die ganze Sache aus aneinander gereihten Szenen, die notdürftig mit einem Flickwerk von Handlungsstrang versehen sind.
Das kann natürlich auch ein Stilmittel sein, da bin ich mir nicht sicher. Denn die Geschichte wird aus der Sicht einer der Figuren erzählt und da gibt es zwischendurch den einen oder anderen Filmriss. Das würde das Stückwerk von Szenen und Sprüngen in der Handlung erklären. Damit ist das Buch aber nicht mehr aus einem Guss und das nimmt ihm leider einiges von der Faszination der Verrücktheit.
Crazy Shit
Bizarro ist eine sehr unterhaltsame Angelegenheit und Cameron Pierce ein ziemlich fantasievoller Autor. Lost in Cat Brain Land enthält einige ausgezeichnete Erzählungen (demnächst mehr), Ass Goblins of Auschwitz ist ein Meisterwerk des Grotesken. Shark Hunting in Paradise ist quietschbunt und auf gute Art bescheuert, aber es liest sich etwas mühsam.
Cameron Pierce war neben Carlton Mellick III, Edward Lee und Mykle Hansen der bestverkaufte Bizarro Autor der Ereaserhead Press. Durchaus zu Recht. Der subjektive Eindruck eines schwächelnden Erstlingsromans ist kein Grund, ihn nicht auszuprobieren. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Kurz gesagt:
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bizarrer Bizarro Roman
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sehr gute Ideen
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etwas schwache Umsetzung
Fazit: nicht schlecht, aber keine Pflichtlektüre
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