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[01/20011] Douglas Preston: Der Krater

Preston Krater Knaur CoverInhalt lt. Buch: Der CIA-Agent Wyman Ford hat einen neuen Auftrag: In Kambodscha werden radioktive Edelsteine entdeckt. Fallen sie Terroristen in die Hände, können sie zu einer gefährlichen Waffe werden. Als Ford den Ursprungsort der Steine findet, steht er vor einem merkwürdigen Krater.

Douglas Preston: Der Krater

(OT: Impact; 2010) Knaur Tb 01/2011; 522 Seiten; ISBN: 978-3-426-50048-4; Übersetzung: Katharina Volk; Ausstattung: Taschenbuch mit geprägtem Titel

Krater

Wahahaha! Herrlich! Was für ein wunderbarer, haarsträubender, vergnüglicher Roman. Das Buch ist, auch wenn nur Thriller am Cover steht, ein Science Fiction Thriller. Wie viel Science in der Fiction steckt, kann ich mit meiner wissenschaftlichen Null-Bildung nicht sagen. Die eine oder andere Sache ist natürlich nicht unbekannt, wenn man, sagen wir mal, GEO Leser ist.

Aber Preston hat das beneidenswerte Talent, alles zu mischen, durchzuschütteln und daraus ein fetziges Stück Unterhaltung zu kreieren. Und ich werde den Teufel tun und verraten, was das SF Element des Buches ist. Selber lesen, Hand an die Stirn klatschen, verblüfft sein und dann Spaß haben!

Der Krater ist ein moderner Abenteuerroman. Wie James Bond hetzt der Held um den halben Globus und gerät von einer gefährlichen Situation in die nächste. Wyman Ford, der Agent, könnte ein jüngerer Harrison Ford oder George Clooney sein, allerdings würden auch Clive Owen und Daniel Craig verdammt gut passen. Alles Schauspieler, die reichlich Action- und Abenteuerfilme gedreht haben. Hm, Preston legt es auf eine Verfilmung an? Ein Sommerblockbuster. Keine Frage. Das wäre allerbestes Popcornkino, solange Nicholas Cage nicht mitspielt.

Codex

Preston hat sich den Spaß erlaubt, allerlei Klischees aufzufahren, vom tapferen Nerd-Teenie über den soziopathischen Killer hin zum strahlenden Helden und noch einen ganzen Haufen anderer Stereotypen – darunter die gesammelten Vorurteile über Wissenschaftler (Jemand, der Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie studiert hat, um später in englischer Literatur zu graduieren, der darf das ungestraft). Alles zusammen hat er in eine wirklich haarsträubende Geschichte gestopft und mit atemberaubender Geschwindigkeit Action an Action an Action gereiht.

Klingt schrecklich? Ist es aber nicht! Es macht Spaß, weil die ganze Zeit eine Art Augenzwinkern im Text steckt. Manchmal deutlich, manchmal weniger sichtbar, aber Preston zwinkert und lächelt verschmitzt und das macht den Roman ziemlich sympathisch. Das Buch will gar nichts anderes sein als pure Unterhaltung und diese Aufgabe wird bis hin zum Overkill Finale mit Bravour gelöst.

Canyon

Douglas Preston im Zusammenspiel mit Lincoln Child ergibt die bizarren Thriller rund um Special Agent Pendergast – Perlen des schrulligen Science-Thrillers. Fever, der nächste Pendergast Roman ist schon im Visier, Mission, ein Preston/Child Thriller mit neuem Helden, kommt demnächst.

Preston alleine ergibt überdrehte Abenteuerromane, die vergnüglich zu lesen sind. Der Krater ist ein Thriller mit der Nebenwirkung des entzückten Haarsträubens. (wenn es denn bei mir noch genug zum sträuben gäbe)

Kurz gesagt:

  • spektakulärer SF Action-Thriller

  • Nonstop Action mit Augenzwinkern

  • unbeschwertes und leichte Vergnügen

Fazit: Großer Spaß für zwischendurch

aktualisierte Chronologie (Frühjahr 2011) der Preston/Child Werke...

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